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Der Flowtex Skandal

04.04.200613:44 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Der Flowtex Skandal

(openPR) Baden-Baden - Wie Politik und Fiskus jahrelang von einem gigantischen Wirtschaftsbetrug profitierten

Lesen Sie gerne Krimis?
Dann sind Sie mit Meinrad Hecks "Der Flowtex Skandal" bestens bedient.

Mögen Sie zeitgeschichtliche Dokumentationen?


"Der Flowtex Skandal" offeriert eine solche, und zwar eine schier unglaubliche.

Sind Sie ein überzeugter Demokrat?
So wird Ihnen "Der Flowtex Skandal" sozusagen zur Pflichtlektüre werden müssen.

Vereinen Sie gar alle drei Interessen in einer Person, dürfen Sie sich nicht dem Trugschluss hingeben, des Abends oder am Wochenende auf dem Sofa ausgestreckt oder im Schaukelstuhl wippend die Ausführungen des Autors genüsslich aufnehmen zu können. Sie werden bereits nach wenigen Seiten aus der bequemen Wortkonsumhaltung hochgerissen, da Sie mit derart Unverfrorenem, Unvorstellbarem und Ungeheuerlichem konfrontiert werden, dass die Zornesröte das Gesicht zuweilen ebenso einfärben kann, wie beängstigende Beklemmungen das Bedürfnis nach frischer Luft hervorrufen.

Wer in den vergangenen Jahren die vielen Berichte in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen zu den Machenschaften von Schmider & Co. verfolgt hat, weiß schon, dass es sich beim Flowtex Skandal um den bislang größten Wirtschaftsbetrug in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland handelt. Allerdings ist dieses Individualwissen nur bruchstückhaft, wird und muss erkannt werden, wenn damit begonnen wurde, Meinrad Hecks gut lesbare und absolut "undrögen" Ausführungen aufzunehmen.

Desinteressierte Bankmenschen, die hohe Kredite nur auf spärliche Unterlagen und Informationen hin vergeben, könnten noch hingenommen werden. Hier wären die Banken, die solide Bonitätsprüfungen versäumten, im Betrugsfall lediglich Alleingeschädigte.

Was sich der zum Großbetrüger gewordene ehemalige Schrotthändler Schmider samt "Entourage" allerdings leistete, ging über die "reine Bankenszene" hinaus.

Das Unbehagen wächst angesichts des Personenkreises, der zu seiner "Entourage" zu zählen ist.

Allein die Tatsache, dass ausländische Ermittler in Sachen Geldwäsche nachdrücklich deutsche Behörden "in die Gänge" bringen mussten, um gegen Baden-Württembergs "Vorzeigeunternehmer" vorzugehen, konsterniert und echauffiert. Was in der Abfolge Punkt für Punkt beleuchtet und mit Fakten belegt wird, zeitigt ungläubiges Kopfschütteln, gepaart mit der sich aufdrängenden Frage, ob sich zumindest das deutsche Bundesland Baden-Württemberg in Richtung Bananenrepublik bewegt (hat).

Millionenschweren Steuernachzahlungen folgende Verfahrensunterdrückungen, dirigierende Einflussnahme von Staatsanwaltschaften auf kriminalpolizeiliche Ermittlungen, Korruption in kaum vorstellbarem Ausmaß, Geheimnisverrat und letztendlich zu tiefer Besorgnis Anlass gebende Verhaltensweisen einer ganzen Reihe von Politikern, von denen etliche von uns, dem Volk, mit Regierungsämtern betraut wurden, meistens aus dem Parteilager der Liberalen stammend, schüren Zweifel an der konsequenten Ausrichtung an den jeweiligen Amtseiden: zum Wohle von
Rechtschaffenen, nicht meineidig gewordenen Ermittlern sei dafür gedankt, dass der Flowtex-Sumpf nicht noch abgründiger wurde. Dem couragierten Journalisten Meinrad Heck gebühren Anerkennung und Dank für seine sachliche Dokumentation, sein Fazit und seine aufrüttelnden Fragen gegen Ende des Buches:

"Der Fiskus hat die Augen zugemacht und die Hand aufgehalten. Jahrelang und wohl wissend, dass es nicht mit rechten Dingen zugegangen war."

"Nur eine natürliche Person könnte dafür strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, nicht aber ein System."

"Was schadet einem Rechtsstaat mehr? Wenn sich Beamte auf Druck von oben ducken, oder wenn es dieses Druckes schon gar nicht mehr bedarf?"

In einer Tageszeitung sind jüngst die Anforderungen einiger Zeitgenossen an gute Krimis wiedergegeben. Dort ist unter anderem zu lesen: "Wichtig ist, dass in den Krimis ein bisschen die Kultur der Menschen beschrieben wird."

Somit möge sich jede/r selbst erlesen, welcher Kultur in dem auf Tatsachen basierenden "Flowtex-Krimi" gefrönt wurde.

Rezension: Rika Wettstein, Baden-Baden

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