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"Geplante AKW-Neubauten sind Luftschlösser"

29.10.201418:54 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: "Geplante AKW-Neubauten sind Luftschlösser"

(openPR) "Projekte für neue Atomkraftwerke in Belarus, Großbritannien, Polen und in der Türkei haben kaum realistische Chancen auf Umsetzung. Luftschlösser haben noch nie Strom produziert. Und die Erneuerbaren sind weltweit zu unerbittlichen Konkurrenten geworden", sagte Mycle Schneider. Der in Paris lebende Energie- und Atomexperte ist Herausgeber des jährlichen World Nuclear Industry Status Reports und Träger des Alternativen Nobelpreises. Er diskutierte am Samstag, 25. Oktober 2014, mit rund 200 Zuhörern aus 14 Ländern im polnischen Kreisau/Krzyzowa. Die Partnerschaftstagung – organisiert vom IBB Dortmund – thematisierte neben der Erinnerung an die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima auch die Erhaltung des Friedens in Europa.



Das IBB arbeitet seit vielen Jahren eng mit den Liquidatoren von Tschernobyl zusammen. Als Zeitzeugen halten sie in Aktionswochen die Erinnerung wach an die bis heute spürbaren Folgen der Reaktorkatastrophen. „Viele unserer Mitmenschen erleben eine Tragödie“, berichtete Anatolij Gubarev, Sprecher des Staatlichen Charkiwer Tschernobyl-Verbandes Sojus. „Wir haben mehr als 10 000 Tote, mehr als 60 000 Verletzte und schätzungsweise 440 000 Menschen, die durch die bitteren Erfahrungen des Konfliktes traumatisiert sind“, ergänzte Ivan Volchansky. Zudem seien an die 500 000 Umsiedler auf der Suche nach einer neuen Heimat. In den umkämpften Gebieten der Ostukraine seien viele Schulen und Krankenhäuser zerstört. Viele Rentner erhielten seit Monaten kein Geld. Die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten sei unterbrochen. Und Anatolij Gubarev ergänzte: „Wir machen uns große Sorgen, dass in naher Zukunft auf die menschliche auch eine ökologische Tragödie folgt.“

„Diese gewaltsamen Auseinandersetzungen haben mit unserer Vorstellung von einem gemeinsamen Haus Europa nichts zu tun“, sagte Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des IBB Dortmund, auf der Zusammenkunft. Ein Friedensappell und eine gemeinsame Gedenkreise von Menschen aus West- und Osteuropa zum Vernichtungsort Trostenez in Belarus im Mai 2015 setzen ein Zeichen der Versöhnung „gegen die destruktive Logik des Krieges“.

Rund 200 Vertreter von Tschernobyl-Initiativen aus 14 Ländern hatten zuvor eine überaus positive Bilanz gezogen nach den Europäischen Aktionswochen “Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ im Frühjahr 2014. In der Türkei (Vereinigung Yesil Düsünce Dernegi) und in Japan (Friends of the Earth) haben sich lokale Bürgermeister-Netzwerke gegen Atomenergie und eine japanisch-türkische Brücke der Solidarität gegründet. Die Aktiven von der Organisation EkoRozwoju in Polen begrüßten den japanischen Ex-Premierminister Naoto Kan bei einer Aktion als Unterstützer. Doch bei aller positiven Resonanz äußerten viele Partnerorganisationen auch große Sorge über aktuelle Pläne zum Neubau von Atomkraftwerken in der Küste in Großbritan-nien, an der Ostsee in Polen und am Schwarzen Meer in der Türkei.

„Wir möchten diese Welt besser machen und wir wollen mit einer Stimme sprechen“, sagte Linda Walker, Sprecherin des Internationalen Netzwerks. Mit Zeitzeugengesprächen und Kerzenak-tionen erinnern die Mitglieder im Netzwerk jedes Jahr an die Reaktorkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima. Im Mittelpunkt der Konferenz standen Vorbereitungen auf den 30. bzw. fünften Jahrestag der Reaktorkatastrophen im Jahr 2016.

Die Partnerschaftskonferenz wurde gefördert durch das Auswärtige Amt und die Stiftung West-Östliche Begegnungen.

Weitere Informationen unter www.ibb-d.de.

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