(openPR) Die traditionelle Leonhardifahrt in Benediktbeuern ist eine der bedeutendsten Wallfahrten zu Ehren des Hl. Leonhard. Am Sonntag, den 9. November 2014 - der Sonntag, der dem Namenstag des Schutzpatrons der landwirtschaftlichen Tiere am nächsten ist - fahren um 9.00 Uhr etwa 55 meist vierspännige Pferdegespanne umrahmt von zahlreichen Reitern von der Dorfstraße in den Innenhof des Klosters. Die knapp 250 Pferde und die zahlreichen Wallfahrer erhalten dort den Segen. Anschließend wird um 10.00 Uhr in der Basilika ein feierlicher Wallfahrtsgottesdienst zelebriert. Hautpzelebrant in diesem Jahr ist der emeritierte Erzbischof von Salzburg, Alois Kothgasser SDB.
Die Rückfahrt der festlich geschmückten Wagen erfolgt über den Ortsteil Pechlern zum Dorfplatz. Neben den Frauen in traditionellen Trachten nehmen mehrere Motivwagen sowie Schützenkompanien und Musikkapellen teil. Den Abschluss bildet das Goaßlschnalzen, also das althergebrachte Peitschenknallen der Fuhrleute. Feierlicher Ausklang des Festtages ist der abendliche Leonharditanz mit den "Jungen Pfaffenwinklern" im Gasthof zur Post.
Die Ursprünge der Leonhardifahrt liegen wahrscheinlich in einem Stephaniritt im 17. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit ging die Verehrung von Stephanus auf Leonhard als Hauptpatron der Rösser über. So wurde beim Neubau der jetzigen Basilika 1681-1686 eine Leonhardkapelle eingerichtet. Das Altarbild stammt vermutlich von Georg Asam und zeigt den Hl. Leonhard als Beschützer von Mensch und Vieh.













