(openPR) In Madagaskar gesellt sich die tropische Frucht Corossol wieder zum Angebot der Obst- und Gemüsestände. Auf den Märkten der Insel werden von April bis Juni und zwischen September und Dezember die grünen, genoppten Früchte angeboten und verbreiten einen angenehmen Duft. In Deutschland ist die Frucht auch unter den Namen Stachelannone oder Sauersack bekannt. Wissenschaftlich wird sie als Annona muricata bezeichnet.
Verschiedene Aromen vereint in einer Frucht
Die Frucht Corossol wird bis zu 20 cm lang und ist oval, länglich und manchmal auch herzförmig. Das Aussehen erinnert an eine Avocado. Der Geschmack ist fein süß-säuerlich und wird oft mit einer Mischung aus Zitrone, Stachelbeere, Erdbeer und Ananas assoziiert.
Das weiße Fruchtfleisch ist mit etwa 2 cm langen schwarzen Kernen durchsetzt: Die Frucht besteht eigentlich aus vielen Einzelfrüchten, von der jede einen Kern hat.
Reif ist die Corossol sehr weich und das Fruchtfleisch cremig. Sie verströmt dann einen intensiv-süßlichen Geruch. Wenn sich die Schale dunkel verfärbt ist dies ein Zeichen, dass die Corossol-Frucht überreif ist und geschmacklich nachlässt.
Verkaufspreis nach Stück oder Gewicht
Je nach Region werden die Früchte in Madagaskar pro Stück oder im Kilopreis gehandelt: An der Ostküste kann man eine kleinere Corossol bereits ab 1.000 Ariary (etwa 0,30 Euro) erhalten. In der Hauptstadt Antananarivo muss man die Frucht pro Kilo kaufen und zahlt dafür zwischen 3.000 und 5.000 Ariary (etwa 1,00 Euro bis 1,80 Euro).
Ernte und Transport
Die Corossol-Bäume werden bis zu 10 Meter hoch. Sie tragen immergrüne ledrige Blätter und blühen gelblich-grün. Die von den Ästen herabhängenden reifen Früchte werden in Madagaskar von Hand geernet und frisch verkauft. Corossol wird kaum aus Madagaskar exportiert. Auch aus anderen tropischen Ländern kommt die Frucht selten bis Europa. Denn sie ist in reifem Zustand sehr weich und druckempfindlich und kann nur schlecht transportiert oder gelagert werden.
Vielseitige Verwendung
In Madagaskar ist die Corossol sehr beliebt, um frische Säfte (jus naturel) zu pressen oder erfrischende Cocktails daraus zu machen. Corossol ist hier zudem der Grundstoff für Eis oder Marmelade. Viele Madagassen essen die Frucht auch pur, indem sie sie halbieren und auslöffeln. Die Schale und die Kerne können nicht gegessen werden. Die harten schwarzen Kerne enthalten Alkaloide und sind giftig. Gleichzeitig enthalten sie aber Verbindungen an Nährstoffen, die sehr wirkvoll bei der Krebsbekämpfung sein sollen. Beweise dafür gibt es jedoch bislang nicht.












