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Vom Ruhrpott nach New York, an den Broadway und zurück

07.10.201418:44 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Vom Ruhrpott nach New York, an den Broadway und zurück
Bild: Britta Beyer
Bild: Britta Beyer

(openPR) Lebe deinen Traum – einfacher gesagt als getan? „Jeder kann seinen Traum wahr machen“, sagt Britta Beyer. Die Recklinghäuserin verwirklichte ihren Lebenstraum. Sie ging nach New York, produzierte ein Musical und führte es am Broadway auf.




An einem karibischen Sonnenstrand eine Bar eröffnen, Mode-Designerin werden, mit Delphinen schwimmen oder eine Weltreise machen… Wir alle haben Träume, doch viele bleiben unerfüllt. Nicht so bei Britta Beyer. Die Recklinghäuserin machte ihren Traum wahr. Sie ging nach New York, wurde Co-Produzentin in einem Musical, führte es am Broadway auf und stand sogar selbst auf der Bühne. Dabei war der Weg dahin alles andere als einfach.

Die Geschichte

„Als 18-Jährige kam ich nach New York“, beginnt Britta Beyer ihre Geschichte. „Die Stadt, die Menschen, ich wusste sofort: Hier will ich leben, Projekte machen und mit Menschen arbeiten. Auf dem Heimflug fasste ich den Entschluss: Irgendwann komme ich nach New York zurück.“

Und Britta arbeitete beständig an sich und ihrem Ziel. Entgegen vieler gut gemeinter Ratschläge kündigte sie ihren sicheren Bürojob. Sie studierte Marketing und Kommunikation, arbeitete als Führungskraft bei Douglas und absolvierte nebenberuflich weitere Ausbildungen: zur Kosmetikerin, NLP-Trainerin, zum LifeCoach und zur Speakerin. Ein steiniger Weg mit vielen Entbehrungen – alles mit dem Ziel, irgendwann gut ausgebildet nach New York zu gehen und dort zu arbeiten.

„Dann bekam ich den entscheidenden Tipp“, erzählt Britta Beyer weiter: „Meine Seminarleiterin bei der Speaker-Ausbildung berichtete mir von einem Leadership-Programm in New York. Eine umfangreiche Ausbildung, in der die Teilnehmer lernen, ihr eigenes Projekt auf die Beine zu stellen und erfolgreich zu vermarkten.

Das war meine Chance - und gleichzeitig eine riesige Herausforderung. 10.000 Euro sollte die Ausbildung kosten. Ich hatte kein Geld. Was tun?
Meine Eltern rieten mir ab, Bekannte erklärten mich für verrückt, doch ich wollte es unbedingt! So unterschrieb ich den Vertrag. Nur drei Monate hatte ich Zeit, das Geld aufzutreiben. Eine Zeit, in der ich über meine Grenzen ging. Ich machte verschiedene Jobs, verkaufte Schmuck, organisierte Events. Ich kreierte sogar eine „Lebenstraum-Aktie“, die ich für 150 bis 500 Euro verkaufte. Die Käufer bekamen dafür ein spezielles Einzelcoaching und eine Postkarte von mir aus New York.
2013 war es geschafft. Ich war wieder in New York und meine Leadership-Ausbildung begann.“

Menschen, die Träume haben, sind dumm und naiv!

„Und plötzlich gehörte ich zum Team. Menschen verschiedener Nationen, die sich noch nie zuvor gesehen hatten, arbeiteten Hand in Hand“, erzählt Britta Beyer. „Unser Projekt war die Organisation, Produktion, Vermarktung und Aufführung unserer eigenen Show. Die Aufgaben wurden entsprechend unserer Talente aufgeteilt. Ich sollte Menschen ansprechen und für unser Musical begeistern. Kartenverkauf, eine Aufgabe, die mir so gar nicht lag. Ich kassierte eine Absage nach der anderen, doch wer im Musical mitspielen wollte, musste mindestens ein Ticket verkaufen.

Ich erinnere mich an die Begegnung mit einem Mann auf der Straße. Begeistert stellte ich ihm unsere neue Show vor, und wollte ihm eine Eintrittskarte verkaufen. Eiskalt ließ er mich abblitzen. Seine Worte: „Menschen, die Träume haben, sind dumm und naiv!“ Eine Aussage , die tief rein ging und mir richtig wehtat. Ich war geschockt, dass scheinbar so viele Menschen in ihrem Alltag gefangen sind und die Hoffnung auf ein erfülltes, glückliches Leben schon aufgegeben haben. Eines war mir schon damals klar: Der Mann hatte Unrecht. Ich bin der lebende Beweis dafür, dass Träume wahr werden können.

Unser Musical wurde ein großer Erfolg. Ein Moment, den ich nie im Leben vergessen werde, war der, als ich auf der großen Broadway-Bühne stand und meinen Part sang. Ein bewegender Augenblick und ein unglaublich schönes Gefühl. Ich hatte es geschafft.“

Frau Beyer, Sie sind Trainerin und Coach und sagen, jeder kann seinen Traum wahr machen. Wirklich jeder?

Britta Beyer: Davon bin ich überzeugt. Immer wieder erlebe ich, wie Menschen scheinbar Unmögliches wahr machen. Ein Produktionsarbeiter mit geringem Einkommen suchte sich einen Nebenjob als Türsteher, legte fleißig jeden Euro des zusätzlich verdienten Geldes beiseite und erfüllte sich seinen Traum: Er kaufte seine Harley und durchquerte Amerika auf der legendären Route 66.

Solche Beispiele gibt es viele. Voraussetzung, dass sich Träume erfüllen können ist, dass es die eigenen Träume sind. Viele Menschen träumen von Dingen, die sie von ihren Eltern, Partnern, Freunden oder der Gesellschaft übernommen haben. Solche Träume machen nicht glücklich und haben dabei oft einen bitteren Beigeschmack. Da ist der Vater, der unbedingt möchte, dass sein Sohn in die eigene Firma einsteigt. Jahrelang quält sich der Sohn im Studium und später im Familienbetrieb, nur um irgendwann festzustellen, dass er damit nicht glücklich ist. Deshalb geht es in meinen Coachings auch darum, den eigenen Traum herauszufinden und Dinge, denen wir aus falschen Motiven immer noch nachjagen, endlich aufzugeben.

Warum verwirklichen so viele Menschen ihre Träume nicht?

Britta Beyer: Zunächst ist da die Macht der Gewohnheit. Von Kindheit an sind wir es gewohnt, dass uns jemand sagt, was wir zu tun oder zu lassen haben. Auch wenn uns das nie wirklich gefallen hat, es ist auch schön bequem. Wir müssen keine Verantwortung übernehmen und es finden sich immer gute Gründe, warum wir Dinge nicht angehen. Sei es der Mangel an Zeit, Geld, der Lebenspartner oder Dies und Das.

Um seine Träume zu verwirklichen, braucht es Mut - eine Menge Mut. Man muss etwas ändern, etwas tun, sich gegen Vorurteile und gut gemeinte Ratschläge wehren, vielleicht sogar etwas aufgeben. Man muss bereit sein, sich für seinen Traum voll einzusetzen. Die meisten Träume scheitern nicht, weil sie unerfüllbar sind, sondern weil die Menschen zu bequem sind, sie anzugehen. Statt ständig Gründe zu suchen, warum etwas nicht geht, sollte man sich besser fragen: Was kann ich tun, damit es funktioniert?

Sie nennen sich Ermutigungscoach und Starkmacherin für Frauen. Worin sehen Sie ihre Aufgabe?

Britta Beyer: Inspiriert durch meine eigene Geschichte entstand bei mir der Wunsch, Menschen bei der Erfüllung ihrer Träume zu helfen. Gerade Frauen fehlt oft der Mut, mit alten Mustern zu brechen und neue Wege zu gehen. Ich unterstütze Frauen und helfe ihnen, sich selbst und ihr Leben neu auszurichten. Gemeinsam finden wir neue Perspektiven und Chancen, um wieder zu sich selbst, den eigenen Träumen, Zielen und Werten zu finden.

Mehr Informationen auf der Webseite:
http://www.innovationmensch.de

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Vom Ruhrpott an den Broadway

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