(openPR) Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe darüber, dass der britische Geheimdienst GCHQ unter anderem Server bei dem Satellitenkommunikationsunternehmen Stellar gehackt habe. Das trifft nicht zu.
Die Dokumente, die dem Spiegelbericht zugrunde liegen, enthalten im Wesentlichen nur öffentlich zugängliche Daten. Einen Hinweis oder Anhaltspunkte auf ein rechtswidriges Eindringen in die Unternehmens-IT bei Stellar enthalten die Dokumente nicht. Lediglich das Passwort eines Kundenrouters ist möglicherweise ausspioniert worden. Die Internetzugänge, die wir Kunden weltweit zur Verfügung stellen, sind allerdings nur ein Nebengeschäft.
Bereits im März 2014 berichtete der Spiegel, von einem großangelegten Spähangriff des britischen Geheimdienstes auf deutsche Satelliten – Teleport – Betreiber. Wir haben diese Hinweise sehr ernst genommen und sind ihnen mit großem Aufwand und höchster Gewissenhaftigkeit nachgegangen – eine Sicherheitsverletzung konnten wir nicht feststellen. Ein widerrechtlicher Zugriff - oder nur der Versuch eines widerrechtlichen Zugriffs - ausländischer Geheimdienste auf unsere Unternehmens-IT wäre selbstverständlich vollkommen inakzeptabel – allein die Tatsache, dass personenbezogene Daten unserer Mitarbeiter offenbar gespeichert und analysiert wurden, ist für uns ebenfalls in keiner Weise hinnehmbar. Deshalb haben wir natürlich sofort die zuständigen Sicherheitsbehörden darüber informiert.
Entsprechend lässt sich auch die Betroffenheit unserer Mitarbeiter in dem von Spiegel-Online verbreiteten Video-Clip erklären, als der Redakteur sie mit den Ergebnissen seiner Recherche konfrontiert.
Dass unser Unternehmen im Visier von Geheimdiensten ist, überrascht uns indes nicht. Die Kommunikation unserer Kunden läuft eben nicht über die herkömmlichen Glasfaserleitungen, sondern über exklusive Satellitenverbindungen und exklusive Verkabelungen. Ein Terrain, das für die Geheimdienste nicht ohne weiteres zugänglich ist und daher möglicherweise ihr besonderes Interesse weckt.
Wir übertragen Daten nicht über das öffentliche Internet, sondern ausschließlich über private, gekapselte Leitungen, die nicht von außerhalb manipuliert werden können. Gerade das ist ja unser Geschäftsmodell.
Derzeit arbeiten wir an einer Lösung für die sichere Verschlüsselung, Übertragung und Speicherung von Daten außerhalb des öffentlichen Internets, ausschließlich unter Beteiligung rein deutscher Unternehmen. Damit leisten wir, ebenso wie die anderen beteiligten Unternehmen, einen wichtigen Beitrag für die digitale Souveränität der Bundesrepublik Deutschland.
Davon konnte sich vor einigen Tagen auch der nordrheinwestfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin überzeugen. Auf Anregung des ehemaligen langjährigen Bundestags- und jetzigen Kreistagsabgeordneten Klaus Lennartz besuchte der Minister den Stellar-Teleport in Hürth. Vor Ort ließ sich Duin detailliert erläutern, wie Stellar gemeinsam mit potentiellen Partnern ein sicheres deutsches Businessinternet realisieren will.
Duin kündigte noch während seines Besuchs bei Stellar an, dass er ein solches Projekt nach Kräften unterstützen wolle und die Experten seines Ministeriums umgehend mit der Thematik betrauen werde.
Die neuerlichen Enthüllungen rund um die Spionagepraxis von NSA, GCHQ und Co bestätigen uns darin, dass es allerhöchste Zeit ist, für ein deutsches „Paralleluniversum“, das den absolut sicheren Austausch und die Speicherung auch hochsensibler Unternehmens- und Behördendaten ermöglicht.
Wir werden deshalb weiterhin mit Nachdruck in der Politik für eine solche deutsche Alternative zum öffentlichen Internet werben.Die neuerlichen Enthüllungen rund um die Spionagepraxis von NSA, GCHQ und Co bestätigen uns darin, dass es allerhöchste Zeit ist, für ein deutsches „Paralleluniversum“, das den absolut sicheren Austausch und die Speicherung auch hochsensibler Unternehmens- und Behördendaten ermöglicht.
Wir werden deshalb weiterhin mit Nachdruck in der Politik für eine solche deutsche Alternative zum öffentlichen Internet werben.













