(openPR) Ausstellung vom 27.09.2014 - 09.11.2014 in der AC Galerie Tholen, Elsbach Haus Goebenstr. 3-7, 32052 Herford. Öffnungszeiten | Donnerstags von 13 - 18h, Freitags von 13 - 18h, Samstags von 11 - 16h und jederzeit nach telefonischer Vereinbarung, Mobil 0151-50631470
Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, den 26.09.2014 ab 19:00 Uhr sind sie herzlich eingeladen | Mario Reis ist anwesend.
Train-Tracks | 1978 verbrachte Mario Reis einen einmonatigen Gastaufenthalt auf dem Bahnhof Rolandseck bei Bonn. Hier erlebte er die durch den stillgelegten Bahnhof hindurchrasenden Züge und die Faszination hierüber ergriff ihn. Dieses Erlebnis bildnerisch festhalten zu wollen, brachte ihn auf die Idee, Züge über Bildträger - langsam oder schneller - fahren zu lassen. Auf diese Weise entstand der Zyklus der ‚Zugspuren'. Mario Reis nahm als Träger dieser Spuren Leinwand, Papier, Holz und Blei. Die verschiedenen Materialien und die Variation der Geschwindigkeiten der sie überfahrenden Züge brachten natürlich unterschiedliche Ergebnisse hervor. Alle diese Bilder aber werden geprägt durch ein erstaunliches gemeinsames Phänomen. Die festgehaltenen Spuren zeigen ein sensibles, feines Geflecht an Linien, Rissen und Sprengungen, die zwar Beweis der einwirkenden Kräfte sind, aber nie roh oder gar unästhetisch wirken. Die Bilder sind beeindruckende Zeugnisse von diesen drei auf einander einwirkenden Zuständen: Energie, Masse und Geschwindigkeit.
Paintings | Die Leinwand der Ponalbilder wird mit Ponal getränktem Papier oder Zeitungen beklebt,
zu Strukturen modelliert und mit dem Heißlüfter getrocknet. Der Heißlüfter wird dabei wie ein Pinsel eingesetzt. Der Ponalleim verbrennt, verhornt oder wird anorganisch bei starker Hitze. Dieser Vorgang wird öfter (10 bis 15 mal) mit dem flüssigen Ponalleim wiederholt, dabei wird in den Ponalschichten mit Gouache oder Acryl hin nein gemalt. Bei nicht so stark behandelten Flächen entsteht eine eigenartige Transparenz und vereinzelt können Zeitungsartikel entziffert werden.












