(openPR) Viele Mieter drücken im Laufe ihres Lebens die Summe für ein kleines, feines Einfamilienhaus an ihren Vermieter ab. Wäre es da nicht schlauer, gleich Nägel mit Köpfen zu machen, und das Geld in die eigenen vier Wände zu investieren? Die aktuell extrem niedrigen Bauzinskonditionen sprechen jedenfalls dafür. Doch es gibt noch andere Argumente.
10.09.2014 Remchingen. Nach wie vor steht der Traum vom Eigenheim nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung bei den Deutschen an erster Stelle: Drei von vier Bundesbürgern sparen auf die eigenen vier Wände. Viele gute Gründe sprechen dafür: Der Hausherr kann unabhängig vom Vermieter schalten und walten, er baut eigenes Vermögen auf statt das des Vermieters zu mehren, und zugleich ist das Geld auch noch sicher angelegt. Wäre da nicht diese verflixt hohe Investition. „Sich für die eigenen vier Wände in sechsstelliger Höhe zu verschulden ist eine nachvollziehbare psychologische Hemmschwelle“, räumt Florian Haas von der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. ein. „Doch gerade bei den aktuell extrem guten Kreditkonditionen, kostet das Eigenheim auf lange Sicht betrachtet meist weniger als das, was Mieter jahrelang auf das Konto ihres Vermieters einzahlen.“
Wer heute zum Beispiel eine Kaltmiete von 600 Euro monatlich zahlt, wird bei einer angenommenen jährlichen Mietsteigerung von 1,2 Prozent in 30 Jahren rund 258.000 Euro an Miete gezahlt haben. Bei einer Monatsmiete von heute 1.000 Euro wären es sogar etwa 430.261 Euro. „Für diese Summen kann man fast überall in Deutschland hochwertige Immobilien erwerben oder bauen“, sagt Kathleen Pfennigsdorf, Geschäftsführerin der AKOMA GmbH – Town & Country Lizenzpartner im Enzkreis. Wer 1.000 Euro Miete im Monat zahle, könnte damit bei einem Zins von 3,5 Prozent und einer Tilgung von 2 Prozent einen Kredit von rund 215.000 Euro finanzieren.
„Die monatliche Belastung für Zins- und Tilgungsraten sind in den ersten Jahren zwar oft höher als die Miete“, weiß Verbraucherschützer Haas. Nach einigen Jahren sind die finanziellen Vorteile dagegen immens: Im Alter haben die Häuslebauer sehr viel geringere Kosten fürs Wohnen als der Mieter – und in vielen Fällen sogar noch mehr auf der hohen Kante als der Kollege aus der Mietwohnung. Nach Vergleichsstudien haben sie mit etwa 60 Jahren neben ihrem Immobilienvermögen im Durchschnitt noch etliche tausend Euro mehr auf ihrem Konto liegen als Mieter, die genau so viel verdienten wie sie selbst. Das hat folgenden Hintergrund: „Eigenheimbesitzer haben meist eine sehr viel höhere Spardisziplin als Mieter“, weiß Town & Country Haus-Expertin Kathleen Pfennigsdorf. Sie zahlen jahrzehntelang ihren Kredit ab. Haben sie es geschafft steht plötzlich jeden Monat eine beträchtliche Geldsumme zusätzlich zur Verfügung. Von diesem Geld geben sie aber aller Erfahrung nach nur einen Teil aus, den anderen sparen sie.
Schließlich spricht neben den günstigen Bauzinsen auch der derzeitige Mangel an attraktiven Anlagealternativen für die Investition in Betongold. Viel mehr als 1,5 Prozent sind auf Tagesgeldkonten im Augenblick nicht drin. Zinsen in dieser Höhe gleichen nicht einmal die Inflation aus.











