(openPR) Textile Vielfalt. Objekte aus 60 Jahren künstlerischer Textilgestaltung in Potsdam.
Wandbehänge, Schmuckobjekte, Collagen und Experimentelles sind das Ergebnis der 60-jährigen künstlerischen Arbeit im „Zirkel für Textilgestaltung“ Potsdam. Das Museum Europäischer Kulturen in der Arnimallee 25 in Berlin-Dahlem wird ab 19.10.2014 in der Ausstellung „Textile Vielfalt. Objekte aus 60 Jahren künstlerischer Textilgestaltung in Potsdam“ die Arbeit dieser Gruppe, ihre künstlerischen Ergebnisse und das Spektrum textiler Kreativität vorstellen. Mit dem 10. Textiltag am 19.10.2014 startet zugleich die Reihe der sieben Veranstaltungen im Rahmenprogramm.
Die Zirkel im Kulturbetrieb der DDR waren wichtiger Bestandteil des „Künstlerischen Volksschaffens“. Sie brachten beachtliche künstlerische Werke für den persönlichen und gesellschaftlichen Gebrauch hervor und beförderten Kunsterziehung und Geschmacksbildung. An sich als Freizeitbetätigung gedacht, entwickelte sich daraus hochprofessionelles künstlerisches Schaffen.
Ingeborg Bohne-Fiegert, eine der führenden Textilkünstlerinnen im Amateurschaffen der DDR , initiierte den Potsdamer Textilzirkel 1954, um kreative Neigungen von Frauen auf breiterer Basis und qualifiziert zu befördern. „Besonderer Wert“, schrieb sie, „wird auf das Wissen um die historische Entwicklung der einzelnen textilen Techniken und damit verbunden auf die Gestaltung sowie auf das geistige Durchdringen einer vorgegebenen Aufgabe, eines Darstellungswunsches gelegt“. In den Folgejahren entwickelte sich daraus eine breite Arbeit in vielen Gruppen.
Die Werke aus sechs Jahrzehnten überzeugen durch ihre Wirkung über einen langen Zeitraum und zeichnen sich durch eine hohe künstlerische Qualität aus. Sie zeigen, dass Entwicklungsprozesse eng mit dem Wandel der Materialbewertung, dem Materialeinsatz und der Themenwahl verknüpft sind. Das ästhetische Postulat, das dem Ansatz von Ingeborg Bohne-Fiegert entsprach, prägte die Arbeiten in der DDR.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten setzten sich die Künstlerinnen, dem Ansatz von Helga Graupner, einer der damals innovativsten Textilkünstlerinnen folgend, mehr mit dem Sach- und Beziehungsaspekt „textilsprachlich“ auseinander. Das textile Material als Bedeutungs- und Informationsträger zu „lesen“ und das eigene Tun in kulturelle Zusammenhänge einzuordnen, steht seitdem im Mittelpunkt ihres Tuns.
Seit der politischen Wende gehört der ehemalige Potsdamer Textilzirkel zum Fachverband … textil … Wissenschaft, Forschung, Bildung in Berlin/ Brandenburg.
Die erste Veranstaltung und zugleich Auftakt der Ausstellung ist der Textiltag am 19.10.2014. Das Foyer und einige Austellungsräume in der Arnimallee 25verwandeln sich in ein textiles Experimentierlabor. Künstlerinnen zeigen in offenen Mini-Workshops ihre Kunstfertigkeit und leiten die Besucher an, textile Techniken anzuwenden.
Kooperationspartner des Museums Europäischer Kulturen sind der Fachverband textil e.V.Wissenschaft – Forschung - Bildung. Berlin/Brandenburg und das Nachbarschaftsmuseum Berlin, die am Begleitprogramm zur Ausstellung mitwirken.
Datum
19. Oktober 2014 - 1. März 2015
Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin
Museen Dahlem ? Eingang Arnimallee 25, 14195 Berlin
Sonderausstellungsraum
Öffnungszeiten
Mo geschlossen
Dienstag bis Freitag 10 - 17 Uhr
Samstag und Sonntag 11 - 18 Uhr
Rahmenprogramm
19. Okt. 2014, 11-17 Uhr: 10. Textiltag „Die Vielfalt des Textilen“
Ein Tag zum Mitmachen, Schauen und Ausprobieren für alle Generationen sowie einem Vortrag zum künstlerischen Amateurschaffen in der DDR.
9. November, 23. November 2014, 18. Januar, 15. Februar, 1. März 2014
jeweils , 14-17 Uhr: Textiler Workshop
Eintritt Ausstellung und Museum
Der Besuch einer Veranstaltung ist im Museumspreis inbegriffen
Eintritt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder bis 18 Jahre frei.
www.smb.museum
Veranstalter Kontakt:
Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin
Museen Dahlem
Telefon 030 – 266 42 68 02
Email:












