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Auf dem Weg zur Bioraffinerie der Zukunft

25.08.201418:53 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Auf dem Weg zur Bioraffinerie der Zukunft
Ausgehend von Algen sollen Schmierstoffe, Baustoffe und Flugkraftstoffe hergestellt werden.
Ausgehend von Algen sollen Schmierstoffe, Baustoffe und Flugkraftstoffe hergestellt werden.

(openPR) „Advanced Biomass Value“: Schmier-, Bau- und Flugkraftstoffe aus Algen und Ölhefen

25.8.2014 - Algen und Ölhefen statt Erdöl als Ausgangsbasis für Schmierstoffe, Biokerosin und Baumaterialien. Das ist die Vision des Verbundprojekts „Advanced Biomass Value“. Bereits ein Jahr nach dem Start ziehen die Projektpartner eine positive Zwischenbilanz: Geeignete Algenstämme und Ölhefen wurden gefunden und erzielen gute Ergebnisse auf dem Weg zur Herstellung funktionaler Flugkraft-, Schmier- und neuartiger Baustoffe. Somit wurde der Projektplan eingehalten und zum Teil sogar übererfüllt. In der Folgezeit müssen die etablierten Methoden optimiert und in einen größeren Maßstab überführt werden.

Das Bestreben der zehn Projektpartner unter Leitung des Fachgebiets Industrielle Biokatalyse der Technischen Universität München ist, Algenbiomasse stofflich sowie energetisch zu nutzen: Aus schnellwachsenden Algenstämmen werden Lipide gewonnen und diese Lipide in hochwertige Schmierstoffe umgewandelt. Die verbliebenen Algenreste dienen Ölhefen als Nährstoff, welche daraus Biokerosin für den Flugverkehr produzieren. Aber auch hierbei fallen Reststoffe an, die wiederum in CO2-adsorbierenden Baustoffen zum Einsatz kommen. Bei dieser umweltfreundlichen und gleichzeitig wirtschaftlichen Bioraffinerie werden damit sowohl Algen als auch Ölhefen komplett verwertet und es entstehen keine Abfälle.

Algen werden als Rohstoff der dritten Generation bezeichnet. Durch ihr rasches Wachstum kann in kurzer Zeit viel Biomasse gewonnen werden. Zudem kann die Kultivierung auf Flächen erfolgen, die nicht für den Anbau von Nahrungsmitteln geeignet sind. „Advanced Biomass Value“ ist ein vom BMBF mit rund 5 Mio. Euro gefördertes Projekt und läuft noch bis Mitte 2016. Die Projektpartner erzielten im ersten Projektjahr wichtige Erfolge und zeigten damit: Das Projekt ist auf dem richtigen Weg.

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