(openPR) (Elmshorn/18.8.2014) Die neue Inszenierung von Carl Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“ hat am Freitag, den 22. August, am „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ Premiere. Ein Blick auf Stück und Inszenierung.
Auch heute machen Amtsanmaßungen, Titelschwindeleien und Hochstapeleien immer wieder Schlagzeilen. Eine bestimmte Berufskleidung hat oft eine geradezu magische Wirkung - Arztkittel etwa oder auch Polizeiuniformen. Zuckmayer hat im „Hauptmann von Köpenick“ die verblüffende Wirkung einer Hauptmannsuniform im wilhelminischen Deutschland beschrieben. Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt: „In vom Militär geprägten Staaten könnte auch heute noch eine solche Uniform die Hauptrolle bei einer Köpenickiade spielen!“
Darüber hinaus weist Neufeldt auf einen weiteren Aspekt des Stücks hin: „Man sollte nicht vergessen, dass der ‚Hauptmann von Köpenick’ nicht nur eine Militärsatire ist, sondern ebenfalls Bürokratie und Obrigkeitsdenken aufs Korn nimmt. Auch hier lassen sich viele Parallelen zu heutigen Verhältnissen finden.“
Neufeld, als Regisseur für die neue Inszenierung verantwortlich, betont, dass es für ihn wichtig war, sich von bekannten Vorlagen oder Vorbildern zu lösen und neue Ideen für die Aufführung zu erarbeiten. Wie immer war das Zusammenwachsen von vielen einzelnen Darstellern zu einem gemeinsamen Ensemble eine große Aufgabe. Bei der Besetzung gab es übrigens keine Schwierigkeiten: 22 Darsteller – und nicht zu vergessen: zehn Techniker und Helfer – sorgen für das Theatervergnügen des Publikums.
Nach den Aufführungen in Elmshorn geht die Dittchenbühne mit dem „Hauptmann von Köpenick“ auf Ost- und Nordeuropa-Tournee – nach Polen, Russland und Finnland. Dabei erreicht das Ensemble unter anderem auch Murmansk am Rande des Eismeers.










