(openPR) München, 16.07.14 - Zum zweiten Mal baten Kristina Schmid und Alexander Rüffer zur Mein Arbeits(t)raum Expertenrunde. Das Thema "Big Data - ökonomischer Nutzen vs. Datenschutzbedenken" liegt den beiden Organisatoren sehr am Herzen. Heutzutage wird bei jedem von uns eine unübersichtliche Menge an Daten abgeschöpft. Zum großen Teil ohne unser Wissen. Die Expertenrunde beleuchtete das Thema von verschiedenen Seiten. Unbestritten profitieren wir alle enorm von der Auswertung vieler Daten. Als ein Beispiel sei genannt, dass Straftäter mittels Bewegungsprofilen leichter und schneller ermittelt werden können. Ein Beispiel aus der Runde zeigte allerdings auch die Kehrseite der Medaille. So wertet das FBI umfangreiche Daten aus und erstellt sog. Hit-Listen von Personen, die höchstwarscheinlich (erneut) kriminell werden. Diese Personen werden dann ohne konkreten Verdacht überprüft und besucht. Wer sich an den Film "Minority Report" erinnert, ahnt, wie schnell so ein Vorgehen den Falschen treffen kann. Eine Erkenntnis aus der Diskussionsrunde war, dass viele Menschen ihre Daten durchaus freiwillig und ohne Bedenken in großen Mengen herausgeben. Wenn z.B. Rabatte in Aussicht gestellt werden, wie das bei Payback der Fall ist. Sammelt der Staat Daten, ist das befremdlich, aber ein Wirtschaftsunternehmen bekommt teils ungehinderten Zugriff. Der Konsens, auf den sich die Expertenrunde nach ausgiebiger Diskussion des Themas verständigte, ist, dass die Bevölkerung vermehrt aufgeklärt werden muss. Der Staat ist nicht in der Lage die Bevölkerung zu schützen. Jeder ist selbst verantwortlich. Daher befürworten die Mitglieder der Runde ein Schulfach Medienkompetenz, um bereits bei Kindern die Sensibilität und die Eigenverwantwortung zu stärken.









