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AlixPartners Automobilstudie: Der Wettbewerb wird härter

01.07.201416:39 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) Volatilität, Komplexität und Wachstumsrisiken fordern die globale Automobilindustrie

München, 1. Juli 2014 – Laut einer Studie des global tätigen Beratungsunternehmens AlixPartners hat die Automobilbranche die Finanzkrise zwar weitgehend überwunden, doch erweisen sich vor allem die Märkte in Europa als Sorgenkind, während der Absatz in den USA wohl kurz vor seinem Höhepunkt steht. Wachstumsmotor bleiben damit die BRIC-Staaten, prognostiziert der „AlixPartners Global Automotive Outlook”, den das Beratungsunternehmen heute vorgestellt hat. So konnten die Automobilhersteller im vergangenen Jahr weltweit rund 83 Millionen Fahrzeuge verkaufen; bis 2023 könnte sich das Volumen um rund 30 Prozent auf 109 Millionen Einheiten erhöhen.



„Die gute Nachricht ist, dass die globale Automobilindustrie die Finanzkrise von 2007/2008 endlich überwunden hat,” sagt Elmar Kades, Managing Director und Automobilexperte bei AlixPartners. Der Automobilabsatz in Europa habe sich seit der Finanzkrise bei 18 bis 19 Millionen Einheiten eingependelt, und AlixPartners bezweifelt, ob die Zahlen mittelfristig wieder auf das Niveau von 2007 zurückkehren werden, als noch 22,3 Millionen Fahrzeuge verkauft wurden. Als Gründe für den schleppenden Absatz nennt das Beratungsunternehmen strukturelle Nachfrageveränderungen wie die zunehmende Urbanisierung zusammen mit der abnehmenden Bedeutung des Autos als Statussymbol sowie der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft. „Der europäische Markt wird sich in absehbarer Zeit wohl nicht auf über 20 Millionen Fahrzeuge erholen,” sagt Kades.

Damit wird sich auch die Situation der unterausgelasteten Automobilfabriken in Europa nicht von alleine lösen. Weiterhin operieren 57 Prozent der wichtigsten Werke unterhalb der Profitabilitätsschwelle und die durchschnittliche Auslastung verharrt bei 70 Prozent in Europa gegenüber 92 Prozent in Nordamerika. „Hier sind einige Hausaufgaben noch nicht gemacht.“ sagt Jens Wiese, Senior Director und Automobilexperte bei AlixPartners „Um dem weiterhin hohen Preisdruck entgegenzuwirken ist eine Anpassung der Kapazitäten unvermeidlich.“ Die Berater schätzen die Überkapazität in Europa auf rund 2,5 Millionen Fahrzeuge.

Wachstumsimpulse wird es laut der Studie vor allem weiterhin aus den BRIC-Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China – geben. Allein China, wo heute ein Viertel des weltweiten Automobilabsatzes erfolgt, wird in den nächsten fünf Jahren für ein jährliches Wachstum von 6,3 Prozent sorgen. Obwohl sich das Automobilwachstum auch in China verlangsamt, behält der Markt nach wie vor eine hohe Attraktivität: Die Mehrheit der Automobilhersteller wird dort in Zukunft ein Drittel bis zur Hälfte ihres Umsatzwachstums generieren.

Wachstumshürden sieht AlixPartners gleich an mehreren Fronten: Während in den USA schon bald eine maximale Automobilisierung erreicht sein wird, könnten sich in China vor allem staatliche Auflagen als Hemmschuh erweisen. Dabei spielen sowohl die hohe Luftverschmutzung in Chinas Städten als auch protektionistische Maßnahmen zur Förderung der heimischen Branche eine Rolle. In Brasilien bremsen steigende Inflation und Steuern sowie der schwächere Real aktuell das Wachstum, während die Situation in Russland davon abhängt, wie sich das Verhältnis zum Westen vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise entwickelt. Indien, so die Studie, konnte Wachstumserwartungen in der Vergangenheit nicht erfüllen und wird auf absehbare Zeit ein Markt für Niedrigpreis-Fahrzeuge bleiben.

Weltweit strengere Emissionsstandards zwingen die Branche zu weiteren Innovationen. Um Verbrauch und CO2-Ausstoß zu verringern, reduzieren die Hersteller den Hubraum und senken das Gewicht der Fahrzeuge. Dabei zeichnet sich ab, dass zukünftig vor allem leichtere Werkstoffzusammensetzungen verwendet werden. So wird in den Klein- und Mittelklassefahrzeugen vermehrt hochfester Stahl zum Einsatz kommen, während das teurere Aluminium vermehrt in den C- und D-Segmenten verarbeitet wird; in Oberklasse-Fahrzeuge werde dafür der Anteil an Hightech-Materialien wie Magnesium und Kohlefasern steigen, prognostiziert AlixPartners.

Der Anteil von Elektroautos am Absatz aller Automobile machte 2013 weltweit nur 0,5 Prozent aus. Einem großen Interesse vor allem seitens umweltbewusster Verbraucher stehen nach wie vor hohe Kosten und geringe Reichweite gegenüber. „Von Seiten der meisten Regierungen ist die angekündigte Unterstützung der Elektromobilität bislang ausgeblieben. Ziele wie die eine Million Elektrofahrzeuge, die in Deutschland bis zum Jahr 2020 zugelassen sein sollen, werden nur durch massive Förderprogramme erreicht,“ sagt Wiese. Hinzu kommt, dass Europa gerade bei der Produktion effizienter Batterien momentan noch weit hinter Asien zurück liegt.

Die Konzentration im Bereich der Automobilzulieferer, vor allem bei den Tier 1-Lieferanten, hat weiter zugenommen. Schon heute entfallen auf die größten 25 Prozent der Zulieferer rund 80 Prozent von Umsatz und Gewinn. “Zulieferer können ihre Marktanteile künftig nur noch schwer erhöhen; hier sind sie fast schon an natürliche Grenzen gestoßen“ sagt Elmar Kades. Die zunehmende Konsolidierung führe auch zu einer Zunahme der Preisabsprachen – dies spiegele sich auch in Kartellverfahren: Über 4,5 Mrd. € Strafzahlungen mussten Zulieferer in Europa, den USA und Japan in den vergangenen fünf Jahren leisten. Berechnungen von AlixPartners zeigen, dass mittlerweile 25 bis 30 Prozent der Materialkosten eines Fahrzeugs von Preisabsprachen betroffen sein können.

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