(openPR) Mannheim. Thermamax entwickelt die weltweit erste hydrophobe Dämmfaser für Hochtemperaturanwendungen in den Bereichen Automotive, On- und Off-Highway. Bei nasser Witterung oder bei der Motorwäsche saugen sich die porösen Dämmfasern von herkömmlichen Isoliersystemen, vor allem am Unterboden von Fahrzeugen, leicht mit Wasser voll. Das bringt mehrere negative Folgen mit sich: ein verzögertes Light-Off-Verhalten sowie eine verschlechterte Dauerhaltbarkeit und Funktionalität des Dämmsystems. Dank der neu entwickelten Tmax-DryTec Technologie werden Dämmfasern wasserabweisend und Hochtemperaturdämmungen leistungsfähiger und langlebiger.
Bei konventionellen thermischen und thermoakustischen Dämmsystemen kann bei der Motorwäsche, oder witterungsbedingt durch Spritzwasser oder Kondenswasser, Flüssigkeit - vermischt mit Fremdpartikeln wie Salz, Schmutz, etc. - in das Dämmsystem eindringen. Der poröse Isolierwerkstoff saugt sich leicht mit dieser Flüssigkeit voll. Die Folge ist ein verzögertes Light-Off-Verhalten des Abgasnachbehandlungssystems, da dieses wertvolle Wärme verliert, um die Faser zu trocknen. Verbrauch und Emissionen sind in dieser Phase besonders hoch. Dazu verschlechtert sich auch die Dauerhaltbarkeit des Isoliersystems, da mit dem Wasser auch Salz- und Schmutzpartikel in die Faser eindringen und sich dort ablagern. Diese Ablagerungen können die thermische und akustische Wirkung des Systems vermindern und langfristig sogar zu ihren Ausfall führen. Vor allem sind Dämmsysteme am Unterboden des Fahrzeugs, wie z.B. DPF-, SCR-Module, Schalldämpfer und thermoakustische Isolierungen davon betroffen. Letztere verfügen über einen perforierten Außenmantel und werden so durch ihre Beschaffenheit besonders stark in Mitleidenschaft gezogen bzw. verlieren ihre Wirksamkeit.
Eine wirksame Maßnahme um Dämmsysteme vor Wasser zu schützen ist, diese mit wasserabweisenden Fasern auszurüsten. Tmax-DryTec hydrophobiert Faserformteile und macht so Hochtemperaturisolierungen noch leistungsfähiger und langlebiger. Die Einhaltung von künftigen Emissionsvorgaben wird einfacher und der Verbrauch sinkt. Fahrversuche an einem Testfahrzeug haben gezeigt, dass eine mit Tmax-DryTec versehene Isolierung für eine schnellere Aufheizphase sorgt und somit die Performance der Abgasnachbehandlungssysteme positiv beeinflusst. Hydrophobe Faserformteile weisen mit der Flüssigkeit auch Salze, Schmutz- und Staubpartikel ab und verhindern somit Ablagerungen. Die Faser bleibt so sauber, was langfristig ihre Haltbarkeit erhöht und ein optimales Isolierverhalten sicherstellt. Vergleichende Salzsprühnebeltests mit hydrophoben Tmax-DryTec- und konventionellen Isoliersystemen (3 X 72h) haben gezeigt: In der Tmax-DryTec-
Faser (7 mm stark) sind weniger als 2,5 g/m² Salz-Ablagerungen messbar, während sich in der konventionellen Dämmfaser 50 g/m² kristallines Salz im Dämmstoff eingelagert haben. Anschließende Prüfungen bezüglich des Eindringverhaltens von Wasser in den Isolierwerkstoff haben gezeigt, dass Tmax-DryTec-Dämmfasern vierhundert Mal weniger Wasser aufnehmen als herkömmliche Fasern.












