(openPR) "Schneidtechnik neu definiert!"
Bericht vom 14. Deutschen Brennschneidtag:"Profitabel abschneiden: Prozesse und Strategien, die Ihre Marge wachsen lassen".
Am 20. und 21. Mai lud der Deutsche Brennschneidtag bereits zum 14. Mal in die Event-Location Steinhaus im Südpark. Die Veranstaltung unter dem Motto "Profitabel abschneiden: Prozesse und Strategien, die Ihre Marge wachsen lassen" kann resümierend als voller Erfolg betrachtet werden.
Die 12 Referenten wussten die rund 100 Zuhörer an beiden Tagen beinahe durchgängig zu begeistern und mit interessanten Präsentationen in ihren Bann zu ziehen. Die von vielen Besuchern als entspannt und kreativ beschriebene Atmosphäre war allerdings auch einer perfekten Organisation, Rundum-Bewirtung und nicht zuletzt der gelungenen Moderation zu verdanken.
Dipl.-Ing. Gerhard Hoffmann, Kopf des Schneidforums und Erfinder des Deutschen Brennschneidtags® eröffnete den Kongress mit einem Zitat von Walter Rathenau: „Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.“
Hoffmann stellte diesen steilen Satz aus einer Ära der Industrialisierung als eine Herausforderung dar. Denn, so Hoffmann, dieses Zitat sei gleichzeitig eine Ermutigung, die einen Lösungsansatz in sich berge. Die Teilnehmer des Brennschneidtages würden sich dadurch auszeichnen, dass sie bereit für neue Ideen und Inspirationen seien und diese Impulse mit in ihre Betriebe hinein nähmen.
Schon in der damals „goldenen“ Zeit der frühen Industrialisierung im 19. Jhd. schienen sich eine Sorge über den verschärften Wettbewerb breit zu machen. Tröstlich, wenn die heutige Industrie-Landschaft nicht vor etwas gänzlich Neuem stünde, sondern auf Erfahrungen der Urväter zurückgreifen könne. Denn die Lösung suchten die Vorfahren in unverbrauchten Ideen, die eines stets wachen Gemütes bedurften. Gefragt waren und sind Menschen, die sich inspirieren lassen, Menschen mit Visionen und Phantasie, Menschen die Ziele anpeilen und auch willens sind, diese zu erreichen. Menschen die andere begeistern und motivieren. Der Anspruch Hoffmanns an den Deutschen Brennschneidtag® ist es, solche Menschen begeistern zu können und auf diese Weise ein wichtiger Baustein in der Schneidbranche zu sein.
Es ging um nicht weniger, als um die NEUE Definition der Schneidtechnik. Alte Grenzen wurden zum Teil gesprengt - noch nie zuvor konnte man mit den neuen Plasmaverfahren und den darauf ausgerichteten Maschinen so hervorragende Schnitte produzieren, wie Volker Kring, Kjellberg Finsterwalde und Andres Kaiser, Microstep im Detail vorstellten.
Ebenfalls noch nie zuvor konnte man mit so geringer Leistung so schnell und sauber schneiden, wie mit dem neuen Vakuum-Elektronenstrahlschneidverfahren, dass zwar noch nicht industrietauglich ist, doch sicher, nicht zuletzt wegen dieser gelungenen Präsentation am Brennschneidtag®, seinen Weg zu den Anwendern finden wird, so Dr. Hassel.
Dinge - die kaum ein Hersteller kennt und nur die wenigsten ihren Kunden mitteilen, so Franco Pinelli, wurden im Klartext besprochen. Es ging dabei um die Gefahr der Staub- und Gasbelastungen, die beim Brennen entstehen und den damit einher gehenden gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen.
Dr. Hassel von der UWTH Hannover, Leibniz-Universität, räumte schließlich mit der gängigen Meinung auf, dass Wassertische „gesünder“ seien als Trockentische und verdeutlichte die zugrunde liegenden Zusammenhänge anhand von Messprotokollen. Auch in dieser Hinsicht muss die Schneidgeschichte NEU gedacht werden.
Besonders spannend wurde es mit dem Live-Hack, den die beiden Experten des Consulting-Hauses PricewaterhouseCoopers, Düsseldorf vorführten – so manchen Zuhörer beschlich ein mulmiges Gefühl, als er live miterlebte, wie schnell auf allen drei Ebenen der PC-Kommunikation ein Rechner gehackt und von fremder Hand übernommen werden kann, ohne dass man dabei eine Chance hat, die Bedrohung rechtzeitig zu erkennen. Selbst Firewalls und Antiviren-Software können dabei ausgeschaltet werden und schützt nicht 100%ig, so Falko Wendt und Derk Fischer.
Nicht zuletzt erläuterte Dr. Markus Holthaus von der SLV Duisburg die praktischen Auswirkungen der ISO 1090. Der Ursprungsgedanke hinter dieser Norm sei der Korrosionsschutz und die damit zusammenhängende Aufhärtung des Materials beim Schneiden gewesen. Die Schwierigkeit gängiger Schneidverfahren läge in die Einhaltung der geforderten Grenzwerte - wobei bereits das Erfassen dieser Härte eine Wissenschaft und Problematik für sich darstelle. Hier sei bei der Norm noch nicht das letzte Wort gesprochen, so Dr. Holthaus. Mögliche Änderungen oder Klärungen seien weiterhin erforderlich.
Fazit der Veranstaltung: Eine Fülle an Ideen und Impulsen, die den Gästen mitgegeben wurden, bietet die Basis für profitable Prozesse und Strategien, welche die Marge wachsen lassen.
Diese Ideen kämen selten auf Knopfdruck, sondern eher spontan und unerwartet - unter der Dusche oder beim Rasenmähen, so Hoffmann. Die Teilnehmer sollten sich daher nicht unter Druck setzen, sondern die gehörten und aufgenommenen Informationen sacken und wirken lassen. Denn genau diese Eindrücke seien es, die den Alltag und die Begrenztheit des eigenen Horizonts aufweiten und zu neuen Ufern führen können.













