(openPR) Wenn die Umwelt auch in mehreren Hundert Jahren noch lebenswerte Bedingungen bieten soll, dann dürfen keine Schadstoffe unkontrolliert abgegeben werden. Schadstoffe verschiedener Art sind sowohl in Abgasen als auch im Abwasser anzutreffen. Deshalb ist eine gezielte Abwasserbehandlung unverzichtbar, was für die Industrie genau wie für den privaten Haushalt gilt. Bei der Abwasserbehandlung für private Haushalte spielen vor allem die Laugen eine große Rolle, die durch die Verwendung von Waschpulver und Allesreinigern ins Abwasser gelangen. Auch Fett ist im Abwasser von Haushalten enthalten, das im Rahmen einer gezielten Abwasserbehandlung ausgefällt werden sollte, damit es nicht in die Flüsse und ins Grundwasser gelangen kann. Das ist ein Grund, warum beispielsweise in gastronomischen Einrichtungen spezielle Fettabscheider betrieben werden müssen.
Die Abwasserbehandlung für die Industrie erfordert Fachkenntnisse
Fette fallen auch in der Industrie und im Handwerk an. Ein Beispiel sind die KFZ-Werkstätten, wo ölige und fettige Bestandteile durch die Motor- und Bremsenwäsche ins Abwasser gelangen. Sie werden bei der Abwasserbehandlung durch chemische oder organische Zusätze gebunden. Vor dem Beschichten mit einem Chromüberzug oder mit einer Pulverlackierung müssen die Werkstücke gründlich gereinigt werden. Hier besteht die Zielstellung bei der Abwasserbehandlung darin, einerseits die gelösten Fette und andererseits die Rückstände der verwendeten Reinigungslösungen aus dem Abwasser zu entfernen. Bei der Abwasserbehandlung für einen Spanplatten- oder Möbelhersteller kommt es darauf an, dass keine Leimbestandteile über das Abwasser in die Umwelt gelangen.
Koagulation – das wichtigste Verfahren der Abwasserbehandlung
Das Ausfällen von unerwünschten Stoffen während der Abwasserbehandlung wird als Koagulation bezeichnet. Sie findet nur dann statt, wenn ein optimaler pH-Wert im Abwasser erzielt wird. Außerdem müssen bei der Abwasserbehandlung durch Koagulation Hilfsstoffe zusetzt werden, mit denen die Schadstoffe chemische Verbindungen eingehen können. In modernen Anlagen zur Abwasserbehandlung werden beispielsweise Eisensulfate und Eisenchloride verwendet. Aber auch Natriumaluminat, Aluminiumsulfat und Aluminiumchloride eignen sich zur Abwasserbehandlung. Sie alle gehören zur Gruppe der dreiwertigen Ladungsträger, mit denen eine besonders schnelle und effiziente chemische Reaktion der Schadstoffe bewirkt werden kann.











