(openPR) Erstmals konnte in einer aufwändig angelegten, interdisziplinären Studie der Nachweis erbracht werden, dass städtische Freiräume - wie Park- und Gartenanlagen - gegen Depression und Altersisolation wirken.
Die Studie bietet wichtige Erkenntnisse für die Planungspraxis des öffentlichen Raums und ein weiterführendes demenzfestes Versorgungssystem in Wohnanlagen und Quartier.
Eine interdisziplinäre Quartiersstudie hat im Zusammenwirken von Experten aus Städtebau und Geriatrie ergeben, dass sich die oftmals mit einer Demenzerkrankung einhergehende Depressionssymptomatik durch das regelmäßige Aufsuchen und die Nutzung entsprechend geplanter Gartenanlagen signifikant verringern lässt.
Beteiligt an der Studie waren das Institut für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen, die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikums Essen (Klinik der Universität Duisburg-Essen)und das Zentrum für Außenflächengestaltung für pflegebedürftige Personen (ZAPP), Alfter bei Bonn. Durchgeführt wurde die Studie über einen Zeitraum von sechs Monaten auf der Grundlage eines funktional-therapeutischen Freiraumkonzeptes für den „geschützten“ öffentlichen Raum im „Dorf“ der Theodor Fliedner Stiftung in Mülheim/R.. Untersucht wurde die Wirkung der Freiraumplanung und die funktionale Einsatzfähigkeit eines spezifischen Designs für Demenz in Verbindung mit einem innovativ-geriatrischen Versorgungssystem. Der Untersuchung zugrunde lagen neuro-psychologische Testungen und eine empirische Datenerfassung.
Als Ergebnis ist festzuhalten, dass sich die Nutzung der Außenanlage positiv auf die Stimmung der an der Studie beteiligten Bewohner ebenso wie auf die mit einer Demenz verbundenen Verhaltensstörungen und Apathie-Symptomatik ausgewirkt hat. Darüber hinaus war eine Steigerung der sozialen Interaktion im unmittelbaren Lebensumfeld zu verzeichnen.
Die Stadtplaner sehen in den Ergebnissen die Grundlagen für eine neue Planungspraxis im öffentlichen Raum und ein weiterführendes demenzfestes Versorgungssystem im Quartier.
Wenn Sie an weiteren Informationen zur Thematik „Urbanes Therapeutikum“ sowie an einzelnen Studienergebnisse interessiert sind: Sie erhalten sie unter www.sensotecture.org.










