(openPR) (Köln, 05.06.2003) Die internationalen Tourismusregionen verschwenden Potential im Onlinemarketing. Nur 30 Prozent der Länderdomains mit dem deutschen Kürzel .de - nach dem Muster staat.de - bieten Informationen über Land und Leute. Die restlichen 70 Prozent sind ungenutzt oder werden von ihren Besitzern für andere Zwecke gebraucht. Das hat eine Untersuchung von , Europas führender Domain-Handelsbörse, ergeben.
Betroffen sind etliche potentiell bedeutsame Domains. Wer beispielsweise Oesterreich.de eingibt, findet auf der Website keinerlei Inhalte. Die Adresse Grossbritannien.de hat sich ein Reiseveranstalter gesichert - Länderinfos sind hier Fehlanzeige. Beinahe kurios: Hinter Kamerun.de verbirgt sich ein Restaurant gleichen Namens.
Ein typischer Fall ist die Domain Belgien.de: Die Besucher werden auf die Buchungsseite tourinaut.com umgeleitet. Hier lassen sich Reisen nach Belgien buchen, aber keine landesspezifischen Inhalte abrufen. Insgesamt 58 Länderdomains - 34 Prozent - verweisen auf tourinaut.com. Darunter sind wichtige Ziele wie Indien.de oder Peru.de, aber auch exotische Adressen wie Burkina-Faso.de (Westafrika) oder Marshallinseln.de (Pazifik).
Fast sämtliche Länderseiten werden von privaten Agenturen oder Gesellschaften betrieben. Nationale Regierungen sehen offenbar wenig Anlass, für ihr Land neben den amerikanischen .com- auch deutsche .de-Adressen zu sichern. Damit vergeben die Regierungen die Chance, auf den Inhalt der imageträchtigen Seiten einzuwirken.
Ein weiterer Grund für die mangelhafte Domainnutzung dürften auch die hohen Preise sein, die von manchen Domainbesitzern gefordert werden. Grundsätzlich bestünde die Möglichkeit, die Herausgabe der Adressen einzuklagen - allerdings mit unsicheren Erfolgsaussichten. Aufsehen erregte jüngst der Fall, dass die Regierung Neuseelands, gegen den Protest der Bevölkerung, 500.000 US-Dollar zum Kauf der Domain NewZealand.com ausgegeben hat.
Neben den Länder- sind auch zahlreiche Städtedomains ungenutzt oder zweckentfremdet. Auf der Domain-Handelsplattform stehen viele von ihnen zum Kauf, zum Beispiel DenHaag.de, St-Gallen.de, Toulon.de oder SantaBarbara.de. Also, Stadtväter: zugegriffen.
Pressemitteilung elektronisch abrufbar unter: http://www.sedo.de/presse
Sedo GmbH, Köln
http://www.sedo.de
Ansprechpartner:
Tim Schumacher





