(openPR) Pressemitteilung zum Auftakt
Sehr geehrte Damen und Herren,
Es freut uns, Uta Schedler (Kunstgeschichte Universität Osnabrück) und Thomas Reiser (zuletzt DFG-Verbundprojekt, TUM, LMU, Fraunhofer IBP),
außerordentlich, Ihnen die Eröffnung einer neuen Schriftenreihe mitteilen zu dürfen, welche dieser Tage eröffnet wird mit dem Band:
Francesco Colonna: Hypnerotomachia Poliphili, 1. Auflage der Interlinearkommentarfassung, übersetzt und kommentiert von Thomas Reiser, Breitenbrunn 2014, THEON LYKOS 1a, herausgegeben von Uta Schedler, Paperback, xvi + 708 Seiten.
ISBN 13: 978 1 49 9206111, ISBN 10: 1 499206 119
EUR 32, 95 (inkl. MwSt.), Verkauf und Versand durch Amazon, dort auch Buchvorschau
Seitdem die Hypnerotomachia Poliphili des Francesco Colonna, O. P. (um 1453 bis 1527) zum ersten Mal 1499 von Aldus Manutius zu Venedig gedruckt wurde, hat sie Unzählige in ihren Bann geschlagen. Die in einer Kunstsprache aus Italienisch, Latein und Griechisch verfasste Liebesgeschichte des Poliphilo und seiner Geliebten Polia fasziniert sowohl im Ganzen als auch in seinen Teilen: ausführliche Beschreibungen kolossaler Bauten, geometrischer Parkanlagen und heidnischer Rituale. Erlesene Objekte stehen neben symbolträchtigen Speisefolgen, umflirrt von Geschmeide und durchsichtigen Gewändern über den verführerischen Körpern neckender Nymphen. Düst’re Allegorien treten auf. Diana, Amor und Venus treiben ihr Spiel mit verworrenen Gefühlen und einer doppelbödigen Erotik - all dies illustriert mit wirkungsmächtigen Holzschnitten.
So vielfältig wie der Inhalt des Werkes erweist sich auch dessen Rezeption: Es beförderte die Emblematik, ließ den Formschnitt und den Knotengarten wiederaufleben. Es wurde und wird viel zitiert und
teilweise, paraphrasierend oder ganz, ins Französische, Englische und Spanische übertragen. Die Hypnerotomachia inspirierte etwa den Belvedere des Bramante, den Elefantenobelisken des Bernini und die Boboli-Gärten. Etliche Motive und Szenen finden sich in Malerei und Graphik. Und eine Unzahl von Deutungstraditionen und Ansätzen beschäftigt sich bis heute damit, dem Buch seine Geheimnisse zu entlocken.
Der hier vorliegende Band einer VOLLSTÄNDIGEN DEUTSCHEN ÜBERSETZUNG DER
AUSGABE VENEDIG 1499 MIT IN DEN TEXT EINGESCHOBENEN ANMERKUNGEN verfolgt zwei Anliegen: Zum einen soll das Werk seinen vielen Interessenten in möglichst getreuer Übersetzung zugänglich gemacht und ihm hierzulande ein breiteres Publikum gewonnen werden. Zum anderen soll diese Ausgabe die Grundlage für eine fundierte Kommentierung seitens der Wissenschafts- und Technikgeschichte, der Baukunde und des historisch arbeitenden Kunsthandwerks legen.








