(openPR) Im Bildungszentrum Zweibrücken des Internationalen Bundes (IB) e.V. werden junge Erwachsene unter 25 Jahren bei ihrem Weg in die Arbeitswelt unterstützt und vorbereitet. Sie bekommen Hilfestellungen beim richtigen Bewerben und bekommen einen Eindruck in verschiedene Arbeitsbereiche vor Ort.
Zweibrücken, 09.04.2014 – Eine Arbeitsstelle zu finden, gerade wenn der Schulabschluss fehlt oder man nach dem Abschluss längere Zeit ohne Arbeit war, ist für junge Menschen nicht leicht. Häufig fehlt ihnen auch der familiäre Rückhalt, um selbstständig aus der Arbeitslosigkeit zu kommen und sich zu motivieren.
Doch Selbstständigkeit und Selbstbestimmung über das eigene Leben sind enorm wichtig. Deshalb benötigen sie dazu gezielte Unterstützung, die sie durch das Projekt „Fit für den Job“ des IB e.V. in Zweibrücken erhalten. Die Zuweisung der Teilnehmer erfolgt über das örtliche Jobcenter, sowie durch Akquisearbeit bei dem kommunalen Jobcenter, in Absprache mit der Agentur für Arbeit, den Jugendscouts sowie den Schulsozialarbeitern. Finanziert wird das Projekt vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) und durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union.
Aktuell nehmen 16 junge Männer und Frauen unter 25 Jahren an dem sechsmonatigen IB-Projekt teil, das sich grob in vier Bausteine gliedern lässt. Die einzelnen Blöcke bauen bedingt aufeinander auf. So wird In einem ersten Schritt damit begonnen sich in der Gruppe kennen zu lernen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen zueinander und zu dem pädagogischen Fachpersonal des IB Vertrauen fassen.
Grundqualifikationen wie Pünktlichkeit, Einhalten der Pausenzeiten, Anweisungen des Ausbilders befolgen und Planung der Arbeitsschritte sowie der sachgemäße Umgang mit Werkzeugen und Arbeitsmaterialien werden besprochen und geübt. Auch soziale Kompetenzen der Teilnehmenden wie Teamarbeit und Zuverlässigkeit werden thematisch behandelt und weiter ausgebaut. Mit den Netzwerkpartnern des IB werden kontinuierlich Präventionsangebote durchgeführt, wie beispielsweise Drogenprävention und Schuldnerberatung. Auch Betriebsbesichtigungen werden den Jugendlichen in diesem Rahmen ermöglicht.
Der zweite Teil des Projektes ist eher praxisorientiert: Im Werkbereich arbeiten die Teilnehmenden mit dem Werkstoff Holz, um den sachgemäßen Umgang damit zu lernen. Motiviert wird die Arbeit durch die kreative und individuelle Gestaltung eines Werkstückes, an dem sich der bisherige Lernerfolg eines Jeden deutlich macht.
Auch durch verschiedene Projektarbeiten, wie beispielsweise der Restauration eines Kickerkastens oder dem Bau eines Puppenhauses, werden die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der jungen Erwachsenen herausgestellt.
In einem weiteren Praxisteil erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in die fachtheoretische Qualifikation im Bereich technisches Zeichnen.
Im dritten Projektteil von „Fit für den Job“ werden die Männer und Frauen auch rund um das Thema Bewerbungen fit gemacht. Aktuelle Bewerbungsverfahren werden von den Mitarbeitern des IB-Bildungszentrums vermittelt und neben den gängigen PC-Programmen wird auch der Umgang mit
Onlinebewerbungen gelehrt. Die Teilnehmenden werden intensiv auf ein künftiges Vorstellungsgespräch vorbereitet. Dabei hilft ihnen auch das freie Sprechen vor der Gruppe, das Präsentieren von Erarbeitetem sowie das Erlernen einfacher Kommunikationsregeln.
Im letzten Baustein absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Praktikum (von maximal 3 Monaten) und werden dabei von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IB individuell begleitet
und unterstützt. Diese praxisnahe Erprobung in Kombination mit der vorangegangenen Qualifizierung führt zu erheblich verbesserten Vermittlungschancen.
Wie wichtig ein solches Projekt, wie „Fit für den Job“, für junge Menschen ist, weiß IB-Sozialberaterin Silke Mann: „Die meisten Teilnehmer unseres Projekts erlebten ihre Schulzeit als wenig erfolgreich. Diese jungen Leute haben ein negatives Selbstbild und eine geringe Wertschätzung der eigenen Person gegenüber. Durch unser Projekt zeigen wir ihnen ihre individuellen Stärken auf. So schöpfen sie wieder Vertrauen in sich und in andere und verändern auch ihre Lern- und Arbeitshaltung. Dadurch haben sie wieder eine realistische Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt.“
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Das Projekt wird gefördert durch das rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union.
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Infos über die rheinland-pfälzische Arbeitspolitik und den Europäischen Sozialfonds finden Sie hier:
www.masgff.rlp.de
www.esf.rlp.de
Allgemeine Informationen zum ESF finden Sie auf den Internet-Seiten der Europäischen Union:
ec.europa.eu/employment_social/esf/index_de.htm
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