(openPR) Ein Fahrrad mit Holzrahmen – was nach technischem Rückschritt á la Drais’scher Laufmaschine klingt, ist de facto eine Fahrradinnovation aus gewickeltem Echtholzfurnier. nemus CAJALUN, das sportive Urban Bike des Dresdner Designers Robert Taranczewski (31), sichert sich kurz vor seinem Markteintritt im Sommer 2014 den Red Dot: Best of the Best-Designpreis für herausragende Gestaltungsqualität und Designexzellenz.
Der Red Dot Award gilt als einer der größten Designwettbewerbe weltweit. 4.815 Bewerber aus 53 Nationen haben in diesem Jahr ihre aktuellen Produkte und Projekte ins Rennen um das Qualitätssiegel geschickt. In der Kategorie Product Design konnte sich das Designfahrrad aus Dresden gegen 1.816 Hersteller behaupten und wurde mit der höchsten Auszeichnung geehrt, dem Red Dot: Best of the Best. Lobende Worte für den Entwickler findet Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot: „Es ist Ihnen gelungen, sich gegen eine anspruchsvolle Konkurrenz durchzusetzen. […] Nur die besten Produkte wurden mit der begehrten Auszeichnung für Designexzellenz prämiert.“
Die Besonderheit des Designbikes ist sein aus dünnen Furnierlagen bestehender Holzrahmen in Spiraloptik, der in der sächsischen Landeshauptstadt rohstoffeffizient und ressourcenschonend gefertigt wird. Hierfür werden ausschließlich einheimische Holzarten verwendet: helle Esche oder dunkler Nussbaum. Eine dritte Variante des ökologischen Lifestylerads ist in Arbeit. Die nemus Bikes werden im Sommer zunächst als Singlespeed auf den Markt kommen. Ein Modell mit Nabenschaltung sowie eine vollausgestattete City-Option mit Gepäckträger, Schutzblechen und Beleuchtung sollen folgen.
Dass das Furnierfahrrad durchaus alltagstauglich ist, beweist die Waage: Mit weniger als zehn Kilogramm zählt es zu den absoluten Leichtgewichten unter den Citybikes. „Neben dem geringen Gewicht überzeugt unser Urban Bike vor allem durch Belastbarkeit, Langlebigkeit und hohen Fahrkomfort“, verspricht Taranczewski, der bereits im Jahr 2008 den Eurobike Award für den Prototypen des nemus CAJALUN erhielt.
Zusammen mit seinem Geschäftspartner Curt Beck (30), Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik, hat Robert Taranczewski die Technologie zur Fertigung der Furnierverbundrohre soweit optimiert, dass diese sich für konstruktive Zwecke wie den Möbel-, Messe- oder Fahrradbau eignen. „Hochwertige Aluminiummuffen verbinden unsere Leichtbaurohre zu einem stabilen Fahrradrahmen; dabei ergänzen sich die konträren Werkstoffe Holz und Metall in idealer Weise.“, sagt Beck.
Am 7. Juli werden die beiden Jungunternehmer Seite an Seite mit den Branchenbesten der Kultur- und Kreativwirtschaft mit der Red Dot Trophy geehrt. Die Preisverleihung im Essener Opernhaus gilt mit rund 1.200 internationalen Ehrengästen als das Designevent des Jahres. „Das ist ein Traum für jeden Designer!“, schwärmt Taranczewski und fügt hinzu: „Dass er nun endlich wahr geworden ist, kann ich noch immer nicht ganz glauben“.











