(openPR) (Berlin, 05. Juni 2003) Zur Forderung des Landes NRW, das Werk Opladen zur erhalten, die Position der DB: Die Deutsche Bahn AG sieht keine Alternative zum Sanierungsbeschluss der Werke der Schweren Instandhaltung. Der Beschluss sieht die Schließung von acht Standorten im Bundesgebiet vor, darunter das Werk Opladen in Nordrhein-Westfalen. Die Bahn hat zu jeder Zeit eine Privatisierung dieser Werke angestrebt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Es gilt das Prinzip: Verkauf geht vor Schließung.
Leider mündete keine der Verkaufsaktivitäten des Werkes Opladen in abschließende Verhandlungen mit einem Investor. Auch die am vergangenen Freitag (30.5.2003) geführten Gespräche mit Vertretern der Transnet, des Betriebsrats des Werkes Opladen sowie des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen erbrachten keine konkreten Ergebnisse. Es wurde lediglich ein Konzeptvorschlag zu einer Privatisierung mit einem Investor von Seiten des Betriebsrats vorgetragen und durch die Bahn einschätzend bewertet. Grundlage des Konzepts ist ein garantiertes Arbeitsvolumen, das über fünf Jahre – ab 2004 bis 2008 – 180 Arbeitsplätze sichern soll. Das ist aus Sicht der Bahn nicht vertretbar, weil es Arbeitsplätze der DB an anderen Standorten kostet.
Die Deutsche Bahn ist nach wie vor bereit, bei einer Privatisierung des Werkes Opladen eine gewisse Grundlast an Leistungen einzubringen. Jedoch nicht in der geforderten Größe und über fünf Jahre. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass zwischen Bahn und dem möglichem Investor keine Gespräche eröffnet wurden. Der Betriebsrat beharrt auf Zustimmung der DB zu seinen Forderungen als Voraussetzung für die Eröffnung der Investorengespräche.
Die Bahn verweigert sich auch heute nicht, in erfolgversprechende Verhandlungen mit Interessenten einzutreten. Entscheidend ist, die Zukunft des Werkes durch ein belastbares und realistisches Konzept abzusichern, auf der Basis nachfragegerechter Leistungen.
In den vergangenen Monaten hat die Deutsche Bahn zur Sicherung des Standortes Opladen verschiedene Ansätze zur Privatisierung eingeleitet. So hat die Bahn 2001 gemeinsam mit dem Land NRW ein Standortkonzept in Auftrag gegeben, um die Machbarkeit einer Privatisierung abzusichern. Ende 2001 erfolgte die europaweite Ausschreibung des Werkes zum Verkauf. Bombardier hatte hier Interesse bekundet. Noch vor Einstieg in vertiefende Verhandlungen hat das Unternehmen sein Angebot zurückgezogen.
Ergänzend wurde im vergangenen Jahr mit einer Interessentengruppe aus dem Werk Opladen ein Management Buy Out (MBO) verhandelt. Unabhängige Wirtschaftsprüfer stellten jedoch fest, dass ohne Industriepartner ein solches Konzept nicht tragfähig ist. Neuerliche Verhandlungen mit Bombardier wurden aufgenommen und mit den MBO-Ansätzen verknüpft. Mitte April 2003 hat Bombardier diese Gespräche beendet, begründet mit der zu erwartenden unzureichenden Auslastung für einen eigenständigen, privatisierten Standort.
Aufgrund hoher Überkapazitäten in den Revisionswerken und unter Berücksichtigung der hohen Investitionen der Bahn in die Modernisierung der Fahrzeugflotte, die zusätzlich den Bedarf an Instandhaltungskapazitäten verringern, sieht die Bahn keine Alternative zu ihrem Konzept.











