Die Einnahmen aus den Kreditversicherungen, mit denen sich Unternehmen gegen Forderungsverluste absichern können, stiegen um 6,9 Prozent von 911 Millionen auf 973 Millionen Euro. Zweistärkstes Geschäftsfeld sind Bonitätsinformationen und Ratings mit 115 Millionen Euro Umsatz. Das sind 14,3 Prozent mehr als im Vorjahr (101 Mio. Euro). Um 20,9 Prozent legte Factoring zu. Bei dieser Finanzierungsform verkaufen Unternehmen ihre Forderungen an eine Factoringgesellschaft. Die Coface-Gesellschaften setzten damit 38 Millionen Euro (2004: 32 Mio.) um. Die Business Line Debitorenmanagement mit Inkasso stagnierte mit 31 Millionen Euro nach 32 Millionen im Jahr zuvor. Mit den Exportkreditgarantien im Auftrag Frankreichs setzte die Coface 60 Millionen Euro um. Nach einigen Jahren mit zurück gehenden Einnahmen aus dem Staatsgeschäft ist das wieder ein Plus um 6,5 Prozent in diesem Geschäftssegment.
Zu den Umsatzsteigerungen tragen auch die Zukäufe von Gesellschaften in Litauen, Südafrika und Frankreich bei. Bei konstantem Konsolidierungsumfang beträgt das Umsatzplus noch 4,8 Prozent. Der Zuwachs beim Factoring resultiert hauptsächlich aus der starken Position der Coface Finanz in Deutschland. Erste Beiträge lieferten auch das neue Factoringgeschäft in Großbritannien und Italien.
Besonders zufrieden zeigte sich der Managing Director der Coface, Jérôme Cazes, mit der Entwicklung der jüngeren Coface-Gesellschaften. Diese "neuen Märkte" – ohne Frankreich, Deutschland und Österreich - legten um über 15 Prozent zu und machen über ein Drittel (36,4 Prozent) des Gruppenumsatzes aus. Getrieben von den USA legte Amerika um 27 Prozent auf jetzt 83 Millionen Euro zu. In Asien wuchsen die Plattformen Singapur (plus 34 Prozent) und Hongkong (plus 59 Prozent) am kräftigsten.
Coface Deutschland wird die Zahlen für die deutschen Gesellschaften am 29. März 2006 veröffentlichen.