(openPR) Die Dr. Becker Klinik Norddeich prüft derzeit in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Norden die Möglichkeit, einen Betriebskindergarten in den Räumlichkeiten der Klinik einzurichten. Vorrangige Ziele sind die Erhöhung der Beschäftigungsquote von Frauen sowie die Schaffung eines Vorteils für Unternehmen bei der Mitarbeitersuche und -bindung. Das Angebot richtet sich vor allem an Mitarbeiter lokaler Unternehmen und Privatpersonen.
Norden Norddeich. Kind oder Karriere? Wer diese Frage mit „Beides!“ beantworten möchte, steht vielerorts vor großen Herausforderungen. Besonders in der Region Norden-Norddeich sind Frauen immer noch diejenigen, die im Beruf zurückstecken – das beweisen die Zahlen: Mit einer Frauenerwerbsquote von weniger als 40% liegt Norden weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt (71,5%, Stand 2012, Eurostat). Über diese Problematik sprach Daniel Schwartz, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Klinik Norddeich, bei einem Treffen mit Jan-Berndt Swyter vom Fachdienst Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Norden. „Bei einer Befragung der lokalen Unternehmen durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Norden kam heraus, dass knapp die Hälfte davon in dieser Sache ein konkretes Problem sieht. Das brachte uns im Gespräch auf die Idee, einen Betriebskindergarten aufzubauen“, erklärt Schwartz die Hintergründe. „Unser Kinderhort ist gerade in das neu renovierte Therapiezentrum umgezogen. Dort haben wir ausreichend Platz für eine entsprechende Erweiterung.“
Betreuungsplätze auch in Teilzeit
Das Angebot richte sich sowohl an Unternehmen als auch an Privatpersonen. Der überwiegende Teil der geplanten Plätze sei jedoch für Unternehmen vorgesehen, die ihre Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung unterstützen möchten. So besteht für Firmen die Möglichkeit, Betreuungsplätze gegen eine monatliche Gebühr für die Kinder ihrer Mitarbeiter zu reservieren. Zusätzlich können Unternehmen entscheiden, ob sie die Kosten für den Eltern-Monatsbeitrag selbst übernehmen oder ob diese von den Eltern getragen werden sollen. „In einem ersten Schritt wollen wir bei einem Infoabend die Unternehmen der Region über ein mögliches Modell für den Betriebskindergarten informieren“, erklärt Swyter das weitere Vorgehen. Das Treffen ist für den 3. April 2014 ab 17.30 Uhr in der Dr. Becker Klinik Norddeich geplant. Und auch für die konzeptionelle sowie pädagogische Unterstützung stünde bereits ein Partner bereit: „Für die Entwicklung des Betreuungskonzepts konnten wir den Familienservice Weser-Ems e.V. gewinnen. Der Verein hat bereits viele erfolgreiche Betreuungsangebote realisiert. Wir sind deshalb froh, auf diese Erfahrung setzen zu können“, so Swyter. Organisatorisch soll es sich beim Betriebskindergarten um eine sogenannte Großtagespflegestelle handeln. Das bedeutet, dass laut gesetzlichen Vorgaben maximal zehn Kinder gleichzeitig betreut werden dürfen.
Der Unterschied zu normalen Kinderbetreuungseinrichtungen liegt in der größeren Flexibilität für Eltern, die in Teilzeit arbeiten. „Unsere Teilzeit-Mitarbeiterinnen müssen bisher für ihre Kinder bei den öffentlichen Kindergärten einen Vollzeitplatz bezahlen. Mit unserem Angebot könnten sie ihren Nachwuchs auch in Teilzeit unterbringen“, erläutert Schwartz. So könnten sich Teilzeit-Beschäftigte beispielsweise auch mit Kollegen einen Betreuungsplatz für die Kinder teilen und entsprechend Kosten für die Unterbringung sparen. „Darüber hinaus macht das Angebot einer Kinderbetreuungsmöglichkeit die beteiligten Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver für Mitarbeiter – in Zeiten des Fachkräftemangels möglicherweise ein entscheidender Vorteil“, so Schwartz weiter. In der Dr. Becker Klinik Norddeich sind derzeit 95 Frauen beschäftigt, 56 von ihnen haben Kinder. Interessierte Eltern oder Unternehmen können sich gerne an Daniel Schwartz unter (04931) 985 - 1 01 wenden.










