(openPR) ATR-Interview mit einem türkischen Spezialisten
Eine nicht genau bekannte fünfstellige Zahl von Deutschen lebt mehrere Monate im Jahr oder auch mittlerweile ganzjährig in der Türkei. Ein erheblicher Prozentsatz davon gehört einer Altersgruppe an, bei denen Erkrankungen des Herzens überdurchschnittlich häufig auftreten. Sie zählen zur Risikogruppe Mensch, bei denen eine Verengung der Herzadern durch Ablagerungen vorliegen kann.
In manchen Fällen hilft dann nur noch ein operativer Eingriff, bei dem im Herzen ein sog. Bypass gesetzt wird. Was versteht der Mediziner genau darunter und welche Alternativen gibt es möglicherweise? Diese und andere Fragen stellte die Redaktion der Aktuellen Türkei Rundschau - einzige überregionale deutschsprachige Wochenzeitung in der Türkei - einem Operationsspezialisten des Anadolu Hastanesi in Antalya.
Natürlich wollte sie dabei auch wissen, ob Deutsche eine solche Operation guten Gewissens auch in der Türkei ausführen lassen können, oder ob sie damit besser in einem deutschen Krankenhaus aufgehoben sind. In dem Interview, das auch auf der Homepage der Aktuellen Türkei Rundschau nach gelesen werden kann, erklärt der türkische Operationsspezialist, Dr. Celil Yildirim, in welchen Fällen eine solche Bypass-Operation notwendig ist.
Dr. Yildirim: «Adernverengungen behindern den Blutdurchflusses. Treten solche Verengungen in den Adern des Herzens auf, kann dadurch im schlimmsten Fall ein Herzinfarkt ausgelöst werden. Deshalb müssen wir diese Adernverengungen beseitigen. Dabei ist die Operation, bei der ein Bypass gelegt wird, der letzte mögliche Schritt.
Dazu muss man wissen, dass diese Verengung durch Ablagerungen innerhalb der Ader entstehen. Auf den Bildern, die während einer Untersuchung durchgeführt werden, sieht es für den Laien auf den ersten Blick so aus, als sei die Ader selbst an der erkrankten Stelle eingeschnürt.
Dieses Bild trügt aber insofern, weil nicht die Ader selbst abgebildet wird, sondern das Blut innerhalb der Ader. Tatsächlich hat die Ader noch ihre ursprüngliche Form. Aber der Blutfluss wird dadurch behindert, dass sich innerhalb der Ader Ablagerungen gebildet haben, die ihren Durchmesser stark verengen.
Werden diese Ablagerungen frühzeitig erkannt, kann unter Umständen durch Medikamente eine Auflösung dieser Ablagerungen erreicht werden. Wenn diese Möglichkeit nicht den gewünschten Erfolg bringt, können wir in günstigen Fällen durch einen sog. Stent die Verengung beseitigen. Als Laie kann man sich diesen Stent wie eine Spirale vorstellen. Diese wird innerhalb der Ader an der Verengung positioniert und fixiert und weitet die Ader. Dadurch wird der Engpass beseitigt.
Nur wenn diese beiden Möglichkeiten – Medikamente und Stent ausscheiden - muss eine Herzoperation durchgeführt werden, bei der ein Bypass gelegt werden. Durch einen Bypass überbrücken wir die verengte Ader, und beugen so einem möglichen Herzinfarkt vor.»
Eine andere Frage, die die Aktuelle Türkei Rundschau beantwortet haben wollte, lautete: «Angenommen, wir haben es mit einem der Europäer zu tun, der zeitweise in seinem Heimatland und zeitweise in der Türkei lebt. Für ihn stellt sich die Frage, ob er einen solchen Eingriff eher im Heimatland oder hier in der Türkei durchführen lassen soll.»
Dazu die Antwort zu Dr. Yildirim: « Ich gehe davon aus, dass sich Ihre Frage nicht auf einen akuten Fall bezieht, denn dann kann es kein Abwarten bis zu dem operativen Eingriff geben. Hinzu kommt, dass in einem solchen Fall ein Flug allein aus medizinischen Gründen ausscheidet.
Natürlich bin ich bei der Beantwortung dieser Frage insofern nicht ganz neutral, weil wir gerade in unserem Krankenhaus auf umfangreiche Erfahrungen mit Bypass-Operationen verweisen können und deshalb solche Operationen mit großem Erfolg durchführen können.
Natürlich verfügen auch viele europäische Krankenhäuser über Spezialisten mit guten Erfahrungen und der notwendigen medizinisch-technischen Ausstattung.
Wenn also die ärztliche Leistung gleich gut ist, stellt sich die Frage nach anderen Kriterien, die für einen Eingriff in einem spezialisierten Krankenhaus in der Türkei sprechen. Ohne Frage sind die Kosten für einen solchen operativen Eingriff in der Türkei weit niedriger als zum Beispiel in Deutschland, wo nach meinem Kenntnisstand eine solche Operation derzeit rund 30.000,- Euro kostet.
So wird zum Beispiel bei Patienten, die unter Umständen einen Teil der Krankenhauskosten in ihrem Heimatland selber bezahlen müssten, ein Gespräch mit der Krankenkasse dazu führen können, dass ihnen bei einer Operation in der Türkei keine eigene Kosten entstehen.»
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Aktuelle Türkei Rundschau – ATR –einzige deutschsprachige überregionale Wochenzeitung der Türkei (Deutsche Herausgeber).
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