(openPR) Berlin/Linthe 25.02.2014: Zahlreiche Eisbären Fans kamen am vergangenen Samstag zur o2 world, um live mitzuerleben, wie sich ihre müden Sportfreunde gegen die ausgeschlafenen Berliner Eisbären Profis Jens Baxmann (Verteidiger #29) und Frank Hördler (Verteidiger #7) beim Fahrtraining behaupteten. Zu dem Experiment hatte sich der Eisbärenfanbeirat mit Unterstützung der Eisbären Berlin entschieden, nachdem im letzten Jahr ein Fanbus des EHC Weißwasser bei der Rückfahrt von einem Auswärtsspiel verunglückte. Das ADAC Fahrsicherheitszentrum Berlin Brandenburg unterstützte die Aktion. Die Eisbären-Fans Anne und Jens waren bei Testbeginn seit 36 Stunden wach, Madeleine 21 Stunden. Mit ihr begann die Testfahrt. Auf dem großzügigen Parkplatz vor der o2 world mussten alle Fahrer einen vorher festgelegten Parcours sicher abfahren. Die Schwierigkeit: ADAC Fahrtrainer Jörg Richter stellte Fragen, die die Fahrer beantworten und mit einem kurzen Hupen bestätigen mussten. Wurde die Frage falsch beantwortet, gab es 10 Strafsekunden, die nach Beendigung der Zeitfahrt zu der Gesamtzeit addiert wurden. Aber die Fragen blieben nicht die einzige Herausforderung, der sich die Fahrer stellen mussten: Slalomfahrten und adhoc Bremsübungen forderten die Reaktionsfähigkeiten der Testfahrer. Die Eisbären Spieler Jens Baxmann und Frank Hördler lieferten ein sehr gutes Ergebnis: der Geschicklichkeitsparcours wurde fehlerfrei abgefahren und von den 15 gestellten Fragen wurde nur eine falsch beantwortet. Anders erging es den müden Eisbären-Fans: die adhoc Bremsübungen wurden teils gar nicht beachtet oder die Bremsausführung kam merklich zu spät – unter realen Bedingungen im Straßenverkehr wäre dies fatal. Zu dieser Erkenntnis kamen nicht nur die Fahrer, sondern auch die Fans, die die Testfahrten von außen betrachteten. Anne schlussfolgerte nach der Fahrt:“ Meinen Tiefpunkt der Müdigkeit hatte ich eigentlich nach 30 Stunden, dann ging es mir wieder besser und vor Fahrtbeginn fühlte ich mich eigentlich fit – so fit, dass ich der Ansicht war, ich könnte noch fahren. Jetzt überrascht mich das Ergebnis. Ich habe selbst gemerkt, wie schwer es mir fiel, auf die Anweisungen des Trainers zu reagieren. Mich gleichzeitig auf die Frage zu konzentrieren, dann hupen und dann noch einem Hindernis auszuweichen, hat mich überfordert. Ich bin froh, dass es ‚nur’ ein Trainingsparcours war.“ Die gleiche Ansicht teilen Madeleine und Jens: “Wir sind froh, das Experiment mitgemacht zu haben. Man glaubt ja, das Fahren geht noch, aber das ist ein Trugschluss.“
Für die Eisbären-Profis Frank Hördler und Jens Baxmann war das Mitmachen bei der Aktion selbstverständlich: „Klar haben wir unsere Fans bei dieser Aktion unterstützt. Auch für uns war es spannend live zu sehen, wie das Auto der übermüdeten Fans verspätet zum Bremsen kommt, nachdem ein Hindernis auftaucht.“
Auch Gabi Franz, Mitglied des Fanbeirats, ist sicher, dass „die Aktion bei vielen Fans einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Es ist einfach nachhaltiger zu sehen, was bei Schlafmangel passieren kann, als theoretisch auf die Gefahren hingewiesen zu werden. Wir wollen, dass unsere Fans von jeder Auswärtsfahrt heil und sicher nach Hause kommen. “
Philipp Dressel vom ADAC Fahrsicherheitszentrum fasst die Ergebnisse des Experiments zusammen: „Schlafmangel beim Autofahren ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr – das hat man bei diesem Experiment deutlich gesehen.“













