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Saarland: Die Jagd sind wir

24.02.201408:54 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) "Wir sind hier, um zu zeigen, wie wichtig uns diese Freizeitbeschäftigung, diese Passion, diese Lebenseinstellung ist." Dieses Zitat des Vorstandsmitglieds des Deutschen Jagdverbandes, Hoffmann, offenbart, worum es bei der Jagd geht. Es geht den Jägern nicht um die Regulierung von Wildtierbeständen, es geht nicht darum die Artenvielfalt zu erhalten und es geht schon gar nicht um Naturschutz oder gar Tierschutz - es geht einfach darum, sich in seiner Freizeitbeschäftigung nicht einschränken zu lassen.



Alles andere hält einer wissenschaftlichen Überprüfung auch nicht stand. Nicht nur die Entwicklung von Waschbär- oder Wildschweinbeständen zeigt, dass eine noch so intensive Jagd der Bestandsentwicklung keinen Einhalt gebietet, es sind gerade auch die Füchse, die das Gegenteil des Jägerdogmas belegen. Seit Einführung der zunächst 6-monatigen Schonzeit für Füchse im Saarland gibt es zahlreiche Indizien dafür, dass der Bestand entgegen aller Jäger-Apokalypsen nicht zu- sondern abgenommen hat. Aus vielen jagdfreien Regionen wissen wir dank begleitender wissenschaftlicher Forschung, dass das Fortpflanzungsverhalten von Füchsen - im Übrigen auch vieler anderer Arten - sich in Korrelation mit der Intensität der Jagd entwickelt. Wenig Jagd - wenig Nachwuchs. Intensive Jagd - viel Nachwuchs. So haben Füchse in stark bejagten Revieren etwa viermal soviel Nachwuchs wie etwa im jagdfreien Bayerischen Nationalpark!

Es gibt keine intensiv bejagten Regionen, in welchen sich die Artenvielfalt positiv entwickelt hätte. Im Kanton Genf dagegen - hier wird seit über 40 Jahren bis auf Ausnahmen gar nicht mehr gejagt - spricht man von der bisher größten Biodiversität, welche die Region je erlebt hat. Auch ein Selbstversuch der Kleintierjäger des Saarlandes, bei welchem über einen Zeitraum von sechs Jahren in einem großräumigen Revier alles abgeschossen wurde, was der Jäger als Raubwild oder Raubzeug bezeichnet, hat hinsichtlich einer nachhaltigen Änderung von Hasen- oder Bodenbrüterbeständen überhaupt nichts gebracht.

Hoffmann reklamiert die Kompetenz für die Inhalte des Jagdgesetzes für sich und seinesgleichen. Außer Acht lässt er, dass seine Freizeitbeschäftigung nicht nur die Natur schädigt (Eintrag von Umweltgiften, geringere Artenvielfalt) und für künstlich hochgehaltene Wildtierbestände sorgt (viel Jagd - viel Nachwuchs; Eintrag von Futtermitteln), sondern auch in beträchtlichem Maße tierquälerisch ist (Jagdhundeausbildung an lebenden Tieren, Fallenjagd, Jagdmethoden, Schießfähigkeiten). Und das geht uns alle an!

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