(openPR) TECHNOLOGIE FÜR ULTRASCHNELLE BREITBAND-DIENSTE, BASIEREND AUF WDM-PON-READY, ZUM FELDVERSUCH IN OBERÖSTERREICH MIT ENERGIE AG.
Energie AG nutzt neueste Technologie aus EU-geförderten Forschungs- und Entwicklungs-projekten (EU Piano+ TUCAN und IMPACT) zum Aufbau von Ultra-Breitband-WDM-PON-Netzen, um Gigabit-Dienste für Privatkunden in der Gemeinde Allhaming in Oberösterreich anzubieten.
• Breitband-Dienste ermöglichen im Vergleich zu derzeit verfügbaren Lösungen ein mehr als zehnmal so schnelles symmetrisches Up- and Download.
• Teilnehmer, die einige Dutzende Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt sitzen, können per Glasfaserleitung angebunden werden.
• WDM-PON ist die Lösung für den ultraschnellen Breitband-Ausbau im ländlichen Raum, da optisches WDM den Teilnehmern ermöglicht, eine gemeinsame Glasfaser-Hauptleitung zu teilen und keine aktive Gerätetechnik mehr im Feld benötigt wird.
Hartmannsdorf, 21. Januar 2014
ELCON Systemtechnik hat gemeinsam mit der Energie AG Oberösterreich, der Data GmbH und deren Entwicklungspartner ADVA Optical Networking in Österreich einen Feldversuch gestartet, bei dem Privatkunden eine garantierte Gigabit-Konnektivität bereitgestellt wird. Der Test soll Aufschluss darüber geben, inwieweit sich die Technologie WDM-PON in der Zukunft als Breitbandzugang für Privatkunden eignet. Der Netzaufbau erfolgte durch die Data GmbH, eine Tochterfirma der Energie AG Oberösterreich, in der österreichischen Gemeinde Allhaming. Unter Verwendung von Verbindungen mit bestimmter Wellenlänge bietet der Versuch Privatkunden symmetrische Zugangsraten, die mehr als zehnmal so hoch sind wie es derzeit angebotene Verfahren ermöglichen. Für den Feldversuch fiel die Wahl auf Allhaming, weil dieser Ort im nicht erschlossenen ländlichen Raum mit mangelhafter Breitbandversorgung liegt. Die WDM-PON-Technologie ist für solche Verhältnisse besonders geeignet: Sie ermöglicht Teilnehmern vonein¬ander unabhängig den Anschluss an eine Vermittlungsstelle auch dann, wenn diese Dutzende Kilometer entfernt ist. Beim optischen WDM-Verfahren teilen sich die Teilnehmer eine gemein¬same Glasfaser-Hauptleitung, sodass weitere aktive Gerätetechnik im Feld nicht mehr nötig wird.
“Der Datenhunger der Kunden steigt dramatisch. Viele Regionen haben aber immer noch nicht das dazu erforderliche Netz. Die entscheidende Frage ist, wie man ein Netz aufbaut, welches diesen Bedarf stillen kann und gleichzeitig das bestmögliche Breitband-Erlebnis bietet? Wobei das Netz zukunftstauglich sein muss,” überlegt Markus Fellhofer, verantwortlicher Leiter des Bereichs Fiber-to-the-Home (FTTH) bei Data GmbH. “Dies sind wichtige Fragen, die wir mit diesem Feldtest beantworten wollen. Die Technologie WDM-PON für Privatkunden steckt noch in den Kinderschuhen. Tests unter realen Bedingungen wie dieser tragen dazu bei, dass sie erwachsen wird – sie sind der Schlüssel für die Entwicklung skalierbarer und zukunftssicherer FTTH-Lösungen. Die Einwohner von Allhaming profitieren davon ganz direkt. Sie sehen bereits jetzt, wie ein High-speed-Breitbandzugang sich in ihrem täglichen Leben auszahlt.”
Der Test ist Bestandteil der EU-Kooperationsprojekte PIANO+, TUCAN und IMPACT zur Unterstützung der Entwicklung von Ultra-Breitband-WDM-PON-Netzen. Die im Feldversuch gewonnenen Erfahrungen werden 2014 beim Breitbandausbau in weiteren 30 Erschließungs-gebieten in Oberösterreich einfließen. Die dabei eingesetzte Technologie wurde von ADVA Optical Networking, ELCON Systemtechnik GmbH und Data GmbH unter realen Netzbedingungen gemeinsam getestet. Die Testdaten werden fortlaufend gesammelt und ausgewertet und ermöglichen Data GmbH, sich ein umfassendes Bild über die Auswirkungen eines WDM-PON-Netzes zu machen, einschließlich der Kapital- und Betriebskosten.
“Dieser Test ist entscheidend für Österreich und trägt wesentlich dazu bei, die digitale Lücke zu schließen”, unterstreicht Marco Dietrich, CTO bei ELCON Systemtechnik GmbH. “Unser Anliegen ist es, dazu beizutragen, dass auch unterversorgte Gebiete und ländliche Gemeinden in Österreich im digitalen Zeitalter ankommen. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, bezahlbare Netze zu planen, die den heutigen Bandbreitenbedarf abdecken und zugleich ausbaufähig für die Zukunft sind. Deshalb beteiligen auch wir uns an dem Feldversuch. Wir möchten zeigen, wie die WDM-PON-Technologie dazu dienen kann, kosteneffizient Breitband-Zugänge bereitzustellen, die allen Anforderungen gerecht werden: den Wünschen der Serviceprovider, der Gerätehersteller und zuvorderst der Kunden. Dies wird zweifellos ein spannendes Projekt.”
“Bei dem Test geht es nicht nur um Technologie, sondern um Menschen, um Gemeinden, um die digitale Gesellschaft,” betont Jörg-Peter Elbers, Vizepräsident des Bereichs Advanced Technology bei ADVA Optical Networking. “Beim Umgang mit den Einwohnern von Allhaming erlebt man ganz unmittelbar, wie wichtig ein zuverlässiger Zugang zu High-speed-Breitbanddiensten heute ist. Die Leute in dieser Gemeinde können sich jetzt mit entfernt lebenden Verwandten über Video unterhalten, Angebote zum Online-Learning wahrnehmen und all die anderen Anwendungen nutzen, für die ein Breitband-Zugang Voraussetzung ist. All dies ermöglicht das WDM-PON-Verfahren. Und dies ist erst die erste Etappe des Versuchs. 2014 werden wir noch einen Schritt weiter gehen – indem wir noch mehr Teilnehmer anschließen und zusätzliche Technologie anbieten, die zusammen mit weiteren Kooperationspartnern entwickelt wird. Ein prominentes Beispiel hierfür ist das Unternehmen Oclaro, das für den Test integrierte abstimmbare Lasergeräte entwickelt.”








