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Gentechnik – sie ist längst da

12.02.201419:28 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) München/Nürnberg, 12. Februar 2014 – Während Europa noch über die Zulassung der gentechnisch veränderten Maislinie 1507 streitet, wachsen bereits viele Genpflanzen auf den Feldern. Auf diesen Fakt weist die Hofpfisterei zum Start der BIOFACH 2014 in Nürnberg, der weltweit größten Fachmesse für Bio-Lebensmittel, hin.



Das von Greenpeace International und GeneWatch UK eingerichtete Verzeichnis „GM Contamination Register“ listet allein für das Jahr 2013 sieben Fälle auf, in denen nicht zugelassene, gentechnisch veränderte Lebensmittel in Deutschland, Frankreich und der Schweiz illegal in den Handel gekommen sind. „Natur pur auf den Tisch zu bringen, ist heute kaum mehr möglich. Überall lauert gentechnisch verunreinigtes Saatgut und Tierfutter. Gen-Verunreinigungen werden aber auch durch Erntemaschinen oder beim Transport verursacht“, erklärt die Geschäftsführerin der Hofpfisterei, Nicole Stocker.

Einige Beispiele: 2005 gelangte gentechnisch verändertes Maissaatgut der Firma Pioneer in den deutschen Handel und damit auf dem Tisch der Verbraucher, 2010 wurde mit Gen-Mais NK 603 verunreinigtes Saatgut auf Tausenden Hektar in sieben Bundesländern ausgesät. Der Genmais war den Landwirten untergeschoben worden.

Der Mythos vom problemlosen Nebeneinander
Die Situation in Deutschland ist noch vergleichsweise gut. In zahlreichen Regionen der Welt ist es bereits zur unkontrollierten Auskreuzung, also Vermischung und Verbreitung von Gentechnikpflanzen, gekommen. Experten schätzen, dass die gentechnische Unterwanderung von Naturprodukten in dem Maße weiter zunimmt, je mehr sich Genpflanzen in der freien Natur auskreuzen. Dieser Prozess ist unkontrollierbar und unumkehrbar.

„Das von den Gentechnikfirmen propagierte problemlose Nebeneinander von konventioneller und gentechnischer Landwirtschaft ist ein Mythos. In Wirklichkeit vermischen sich gentechnisch veränderte Pflanzen mit herkömmlichen Kulturen oder breiten sich in Wildpflanzen aus – selbst in Ländern, in denen Agrogentechnik nicht kommerziell betrieben wird“, gibt Nicole Stocker zu bedenken.

Der Kampf ist bei Raps längst verloren
Besonders kritisch ist die Gefahr beim Raps. Sein Samen verbreitet sich bis zu 26 Kilometer und sein Saatgut kann über zehn Jahre im Boden bleiben, ohne seine Keimfähigkeit zu verlieren. In England wurde Herbizid resistenter Gen-Raps in Ackersenf, einem Unkraut, nachgewiesen. In Kanada, wo Gen-Raps auf über acht Millionen Hektar wächst, kann überhaupt kein gentechnikfreier Raps mehr angebaut werden. Dort hat er sich mit der Wildart Rübsen ausgekreuzt und in der Natur etabliert. Eine weitere Folge: In Kanada ist die Produktion von gentechnikfreiem Raps-Honig nicht mehr möglich. Auch in Japan, das 90 Prozent seiner jährlich zwei Millionen Tonnen Raps aus Kanada importiert, wächst entlang wichtiger Transportrouten und aller 19 Überseehäfen gentechnisch veränderter Raps.

Angesichts solcher Entwicklungen fordert Nicole Stocker ein rasches Umdenken in Sachen Grüner Gentechnik: „Agrogentechnik ist ein Angriff auf die Schöpfung, die Auskreuzung ist schon jetzt außer Kontrolle geraten. Deshalb muss es einen Zulassungs- und Anbaustopp für genmanipulierte Pflanzen geben.” Die Hofpfisterei hatte im Januar in einem Offenen Brief den bayerischen Ministerpräsidenten um politische Unterstützung für diese Position gebeten.

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