(openPR) Im Rahmen des im Sommersemester 2013 neu eingeführten Wirtschaftsingenieur Studiengangs Master Operations Management der ESB Business School der Hochschule Reutlingen, unternahmen dessen Pioniere zum Ende des Jahres eine einwöchige Bildungsreise, unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jochen Orso und Prof. Dr. Helmut Schaal, nach Schweden. Neben der schwedischen Hauptstadt Stockholm, standen dabei auch die Städte Göteborg, Huskvarna und Uppsala auf der Reiseroute.
Erstes Ziel war die neu eingerichtete digitale Lernfabrik der Partneruniversität KTH - Royal Institute of Technology - in Stockholm. Das KTH gehört wie die ESB Business School zum Netzwerk Innovativer Lernfabiken (NIL), durch welches die Exkursion maßgeblich gefördert wurde.
Die Exkursion kam in den Genuss, eine digitale Abbildung einer realen Lernfabrik in 3D zu erleben. Neben dem digitalen Erlebnis sind einzelne Arbeitszellen real aufgebaut, um das Erlernte physisch anzuwenden - eine einmalige Erfahrung, die alle begeisterte.
Außerdem erhielten die Master-Studierenden weitere tiefere Einblicke in spannende Forschungsprojekte. Die Professoren, Mitarbeiter und Doktoranden der KTH nahmen sich viel Zeit für den Besuch aus Deutschland und beantworteten geduldig alle Fragen. Einen besonderen Eindruck hinterließ bei der Wing-Gruppe der 3D-Hologramtisch. Dieser wird von drei Projektoren angestrahlt und lässt somit 3D-Objekte vor dem Auge plastisch erscheinen. Durch volle Bewegungsfreiheit der Produkte lassen sich erstellte Teile nicht nur auf dem Computermonitor betrachten, sondern werden realitätsnah visualisiert.
Da Schweden, abgesehen von einer wunderschönen Landschaft, auch zahlreiche wirtschaftlich bedeutende Unternehmen zu bieten hat, folgten im Rahmen der Bildungsreise noch einige Firmenbesichtigungen. Erste Station war die Firma Volvo Construction Equipment, die zu den größten Baumaschinenherstellern weltweit gehört. Diese haben erst kürzlich ihre Restrukturierung des Traditionswerks Eskilstuna abgeschlossen und präsentierten ihre beeindruckenden neuen Fertigungs- und Montagelinien.
Als weiteres Highlight wurde die Firma Husqvarna, in Huskvarna (kein Tippfehler ;-)) am idyllischen Vätternsee, besichtigt. Das bereits 1689 gegründete Unternehmen, zudem unter anderem das deutsche Unternehmen Gardena gehört, ist ein Hersteller von Geräten zur Garten und Waldpflege und einer der größten Anbieter von Kettensägen weltweit. Die variantenreiche Produktion der verschiedenen Produkte erfolgt auf dem sehr alten Produktionsgelände mit modernen Fertigungsverfahren und hohem manuellem Montageanteil. Die Firmengeschichte, sowie die unterschiedlichsten Produkte der langen Produktionshistorie, von Musketen, über Nähmaschinen und Haushaltsgeräten, bis hin zu Motorrädern und motorgetriebene Forst- und Gartenwerkzeuge aller Art, lassen sich im firmeneigenen Museum bewundern.
Am letzten Reisetag wurde noch die Firma Sandvik Coromant Sverige AB in dem kleinen Örtchen Gimo besichtigt. Der weltweit führende Anbieter von Präzisionswerkzeugen, Werkzeugsystemen und -lösungen für die Zerspanende Industrie öffnete bereitwillig seine Tore für die interessierten Studenten. Die hochmoderne und sehr stark austomatisierte Fertigung, besonders der Wendeplatten und Bohrer, hinterließen bleibenden Eindruck.
Selbstverständlich blieb auch etwas Zeit, die kulinarische und kulturelle Seite des winterlichen Schwedens kennenzulernen. Im Land der Mitternachtssonne, Elche und Seen überraschte der ungewohnt frühe Sonnenuntergang, im Winter bereits gegen 14 Uhr, die Exkursionsteilnehmer. Sie wurden jedoch durch weihnachtlich beleuchtete Innenstädte und Weihnachtsmärkte, sowie klirrende Kälte entschädigt.
Fazit: eine Exkursion mit bleibenden Erinnerungen!"












