(openPR) MECKENBEUREN-LIEBENAU – Verena Bentele, seit Mitte Januar Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, informierte sich in der Stiftung Liebenau über die Lebenssituationen, Bedürfnisse und Wünsche von Menschen mit Behinderung.
So viel Fürsorge wie nötig
Wenige Tage nach ihrer Berufung durch die Bundesregierung besuchte die gebürtige Tettnangerin die Stiftung Liebenau, um einen praktischen Einblick in die Arbeit mit und für Menschen mit Behinderung zu erhalten. Ihr besonderes Interesse galt dem Umgang der Stiftung mit der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Bei Bewohnern und Werkstatt-Beschäftigten erkundigte sich die Besucherin nach deren Lebens- und Arbeitssituation. Im Gespräch mit Vorstand und Geschäftsführungen informierte sie sich über das breite Angebotsspektrum der Stiftung von ambulanten Wohn- und Assistenzformen über Bildungs- und Arbeitsangebote bis hin zu Kompetenzzentren wie der St. Lukas-Klinik, in der Menschen mit sehr hohem Hilfebedarf die ihnen gemäße Therapie und Betreuung finden.
Unter Inklusion, so erfuhr Bentele, versteht die Stiftung Liebenau die größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, aber – abhängig vom individuellen Bedarf eines Menschen – auch so viel Fürsorge wie nötig.
Wahlmöglichkeit unter vielfältigen Hilfsangeboten
"Ich freue mich, dass Frau Bentele im Blick hat, dass es bei Inklusion nicht um ein Entweder-oder geht, sondern darum, Menschen mit Behinderung die Wahlmöglichkeit unter vielfältigen Hilfsangeboten zu geben, um jedem einzelnen gerecht zu werden", sagt Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau.
Als Sportlerin – die Biathletin hat mehrere Goldmedaillen bei den Paralympics und Weltmeisterschaften gewonnen – sei sie ergebnisorientiert, sagte Verena Bentele und fragte nach konkreten Ansatzpunkten für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang sei die Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt, erläuterte Jörg Munk, Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe, und bat Bentele um Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit Wirtschaftsunternehmen.
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