(openPR) Die Benchmark Factory von Aesculap in Tuttlingen stellt hochwertige Implantate her. Früher wurde in diesem Bereich noch vorwiegend manuell gearbeitet. Dann wollte Aesculap den ganzen Prozess optimieren. Den Anstoß dazu gaben ein starker Kostendruck und der daraus resultierende Wunsch nach höherer Wirtschaftlichkeit. Deshalb mussten vor allem die Durchlaufzeiten und die Ausgaben sinken. Im Hinblick auf das Schleifen und Polieren der Hüftprothesenschäfte plante das Unternehmen, sechsachsige Knickarmroboter einzusetzen. Von diesen Robotern forderte Aesculap in erster Linie eine hohe Wiederholgenauigkeit, um einen reproduzierbaren Prozess und folglich eine gleich bleibende Qualität garantieren zu können. Außerdem verlangte das Unternehmen viel Flexibilität.
Die Wahl fiel auf zwei KUKA-Roboter KR 30 HA, die über eine Tragfähigkeit von 30 Kilogramm und eine maximale Reichweite von gut zwei Meter verfügen. Jeder von ihnen verrichtet in dem komplexen Prozess verschiedene Arbeitsschritte, ohne das Implantat zwischendurch abzusetzen.
In der doppelten Roboterzelle sind Schleif- und Polierstationen mit integrierten Messeinrichtungen montiert, an denen die beiden Roboter schrittweise Teilbereiche der Hüftprothesenschäfte bearbeiten. Hierbei halten die KR 30 HA den jeweiligen Schaft konstant in einer definierten Lage. Damit der zweite Roboter diese Position beim Wechsel beibehält, übernimmt er jeden Schaft zusammen mit dem betreffenden Greifer. Die KUKA-Roboter schleifen und polieren die Implantate in Losgrößen von bis zu 200 Stück im Drei-Schicht-Betrieb. Dem Schleifen und Polieren folgt abschließend eine zusätzliche Oberflächenbehandlung außerhalb der Roboterzelle.
Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen des Projektes waren die für diese Applikation entwickelten pneumatischen Greifer. Die Effektoren müssen die Hüftprothesenschäfte fest im Griff haben, dürfen sie aber auf keinen Fall beschädigen. Beim formgenauen Ausarbeiten der Greifer berücksichtige man die leichten Toleranzen, die die Schäfte als Warmpressteile aufweisen.
Höchste Präzision:
Damit die Roboter ihre Aufgaben äußerst präzise erfüllen, wurden sie absolut vermessen. Dieses Alleinstellungsmerkmal bieten andere Roboterproduzenten nicht.
Mehr Wirtschaftlichkeit:
Verglichen mit dem früheren, vorwiegend manuellen Handling, ergaben sich aus der Vollautomatisierung eine höhere Leistung, eine reproduzierbare Qualität sowie letztlich mehr Wirtschaftlichkeit. Zu den ökonomischen Vorteilen trugen auch der minimale Platzbedarf und das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis der Roboter bei.
Hohe Flexibilität:
Die flexiblen Roboter handhaben verschiedene Produktfamilien, zu denen je sechs bis acht unterschiedliche Hüftprothesenschäfte gehören. Außerdem können die Roboter mehrere Arbeitsschritte ausführen, ohne den Schaft zwischenzeitlich abzusetzen. Verwendete man andere Techniken, wäre man gezwungen, die Schäfte kontinuierlich zu entnehmen und sie zur nächsten Anlage zu bringen.
Kurze Taktzeiten:
Durch den Einsatz von zwei Robotern werden sehr kurze Taktzeiten erreicht.











