(openPR) Ölmühlen: Nur Biodiesel bietet zertifiziertes Qualitätssicherungssystem
Berlin, 14. Februar 2006. Auf dem Biokraftstoffmarkt werden in Ergänzung zu Biodiesel zunehmend auch Pflanzenöle nachgefragt. Ein Grund dafür ist der Anstieg der Mineralöl- und Biodieselpreise bei gleich bleibend günstigem Angebot von Pflanzenöl. Allerdings bietet nur Biodiesel eine zertifizierte Qualität. Darauf weist der Verband Deutscher Oelmühlen e.V. (VDOe) aktuell hin. „Nach eingehender Kosten-/Nutzen- sowie Risikoanalyse empfehlen wir eindeutig Biodiesel vor Pflanzenöl. Nur für den so genannten Raps-Methylester gibt es ein zertifiziertes Qualitäts-sicherungssystem. Im Sinne einer „second best“-Lösung kommt der Einsatz von raffinierten Pflanzenölen statt Rohölen in Frage. Raffinierte Pflanzenöle halten die Vor-Norm DIN 51605 bei kritischen Qualitätsmerkmalen nicht nur ein, sondern gehen bei einigen Parametern wie Phosphor, Wasser und Gesamtverschmutzung sogar noch darüber hinaus“, erklärt Wilhelm F. Thywissen, Vorsitzender des Verbands Deutscher Oelmühlen e.V.
Die Verwendung von Rapsöl als Biokraftstoff wird auch von der Politik gefördert: einerseits durch die steuerliche Begünstigung, die auch für Rapsöl als Biomasse gilt, andererseits durch Einbeziehung in das „100-Schlepper-Programm“. Die Ergebnisse dieses vom BMELV und der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) initiierten Forschungsprojektes sind aus Sicht des VDOe allerdings eher ernüchternd. So seien Qualitätsdefizite hinsichtlich der Reinheit des Rohstoffes festgestellt worden, betont der VDOe. Diese Mängel seien dadurch bedingt, dass vielfach keine Raffinate, sondern Rohöle eingesetzt würden. Rohöle erfüllen jedoch in der Regel nicht die technischen Mindestanforderungen der DIN 51605. Folglich sei der reibungslose Einsatz in pflanzenöltauglichen Motoren nicht gewährleistet, so der VDOe.










