(openPR) Neue Hauseigentümer-Broschüre für Gebäudemodernisierung unter Berücksichtigung des Erhalts der typischen Straßenfassaden von Altbremer Häusern
Stuckfassade, Wintergarten, Souterrain, ein eigener Garten hinter dem Gebäude – diese Merkmale sind typisch für ein Bremer Haus. Die Ein- und Zweifamilien-Reihenhäuser, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis etwa 1940 entstanden, prägen das Straßenbild in vielen Stadtteilen Bremens. Doch auch an ihnen nagt der Zahn der Zeit. Viele Hausbesitzer schrecken vor einer Modernisierung zurück, da sie den ursprünglichen Charakter ihres Hauses erhalten wollen.
Um das Spannungsfeld zwischen Energieersparnis und dem Erhalt der Bausubstanz aufzulösen, haben der Bremer Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens im Rahmen der Hausmodernisierungsinitiative „Bremer Modernisieren“ eine Studie erstellen lassen. Darin werden Konzepte und Potenziale der Gebäudesanierung untersucht, um den möglichen Widerspruch zwischen den klimapolitischen Notwendigkeiten und den baukulturellen Bedingungen aufzulösen. Diese Ergebnisse sind nun für Hauseigentümer von Gebäuden bis zum Baujahr 1945 in einer praktikablen Broschüre unter dem Titel „Energieeffizient modernisieren – Fassaden erhalten“ zusammengefasst und ab sofort erhältlich. Eine zweite Ausgabe mit Nachkriegsbauten bis 1980 wird im Frühjahr 2014 erscheinen.
Die Broschüre zeigt typische Merkmale und Sanierungsmöglichkeiten des Bremer Wohnungsbaus auf. Alle konstruktiven, technischen, gestalterischen und wirtschaftlichen Planungskomponenten pro Bauobjekt werden aufgeführt. Mit Hilfe dieser systematischen Aufbereitung können anhand der ausgewählten Wohngebäudetypen unterschiedliche Strategien zur energetischen Sanierung aufgezeigt werden. Ziel ist es, exemplarische Lösungsansätze zu präsentieren, die dann als Planungshilfe für Bauherren, Architekten und Energieberater dienen können.
Die erste Ausgabe zielt auf den Bremer Wohnungsbaubestand der gründerzeitlichen Stadterweiterung mit der ortstypischen kleinteiligen städtischen Reihenhausbebauung, dem sogenannten „Altbremer Haus“. Die zweite Broschüre umfasst typische Siedlungsbauten der Nachkriegszeit, wie sie stadtbildprägend in homogen gestalteten Reihenhausquartieren zu finden sind. Betrachtet werden die Gebäude, die in der Entstehungszeit ohne wesentliche Anforderungen an den Wärmeschutz, also vor Inkrafttreten der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977, errichtet wurden.
Die Broschüre präsentiert die Ergebnisse dieser Studie, die vom Institut für Bau- Umwelt- und Solarforschung GmbH (IBUS) und Ingenieurbüro Ventecs in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für energieeffiziente Technik und Architektur der Hochschule Bremen (zeta) erstellt wurde. Sie ist in einer für Hauseigentümer verständlichen Form verfasst, thematisiert die optimale Umsetzung von Maßnahmen für spezielle Bauteile, stellt für einzelne Haustypen exemplarische Referenzobjekte vor, behandelt Wirtschaftlichkeitsaspekte und ist kostenlos.
Die Broschüre ist erhältlich bei der Klimaschutzagentur energiekonsens
• Telefon 0421 / 376671 0
• e-mail: info@energiekonsens. de
• Download: www.energiekonsens.de













