(openPR) „Es ist immer eine große Herausforderung, ein neues Album mit eigenen sowie bekannten Melodien zu produzieren“, erzählt Michael Klostermann. Das ist verständlich. Schließlich ist er mit seinem Stil böhmischer Blasmusik der designierte Nachfolger des einmaligen Ernst Mosch. Sein knapp 30 Mann starkes Blasorchester begeistert bei seinen zahlreichen Auftritten landauf, landab die Fans und beweist damit die immer noch ungebrochene Beliebtheit handgemachter Volksmusik. "So wie einst" heißt das soeben erschienene zweite Ariola-Album des derzeit angesehensten deutschen Blasmusik-Ensembles, zu dem Sie im Anhang einen ausführlichen Veröffentlichungstext finden.
Quelle: Tobias Reitz Sony BMG
CD 82876762122
VÖ am 03.02.2006
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Albuminfo:
„In keinem anderen Land war die Verflechtung zwischen Militärmusik und bürgerlicher Unterhaltungsmusik so sehr ausgeprägt, wie in der k.u.k. Donaumonarchie, zu der bis 1918 auch Böhmen gehörte. Gerade in den damaligen Militärkapellen, die sich aus Musikern verschiedener Volksgruppen zusammensetzten, entstand der Schmelztiegel für die Musik, welche heute als Böhmische Blasmusik bezeichnet wird. Hier begegnet man dem Charme des Wiener Walzers, dem Temperament der Böhmischen Polka und der Präzision und Liebe zum Detail, die als deutsche Tugend einen prägenden Einfluss nahm.
Mit der aktuellen CD „So wie einst“ wollen wir die Brücke zu den Traditionen und Vorbildern unserer Musik schlagen und die tragenden Säulen erneuern. Es war uns wichtig, in Anlehnung an diese gewachsenen Traditionen, neue Titel auf Tonträger zu produzieren. Insbesondere die melodische Linie soll dominieren.
Um die Grenzen fließend zu halten, durften natürlich die großen Hits wie „Rosamunde“, „Herz Schmerz“, „Wie Böhmen noch bei Österreich war“, u.v.m. nicht fehlen.
Als Hommage an die k.u.k. Musiktradition und als besonderen Leckerbissen haben wir ebenso den weltbekannten „Florentiner Marsch“ von Julius Fuèik, einem der wohl bedeutendsten Komponisten unter Altösterreichs Militärkapellmeistern, sowie den „Kaiserlichen Hochzeitsmarsch (Hoch Habsburg)“ aufgenommen. Letzterer wurde von Johann Nepomuk Kral zum 600jährigen Bestehen des Hauses Habsburg komponiert und zur silbernen Hochzeit Kaiser Franz Josephs I. mit Kaiserin Elisabeth gespielt – womit er doch wunderbar auf „So wie einst“ passt...“
Treffender als Michael Klostermann selbst hätte man den Charakter der Böhmischen Blasmusik und die Verknüpfung zu seinem neuen Album „So wie einst“ wohl nicht beschreiben können.
Warum aber spielt ein Rheinland-Pfälzer Böhmische Blasmusik - und das schon seit über 20 Jahren? Diese Frage wird ihm immer wieder gestellt.
Im Jahr 1950 musste die Familie des Vaters das kleine Dorf „Innergefild“ im Böhmerwald in Richtung Westen verlassen. Der Weg führte die achtköpfige Familie nach Rheinland-Pfalz. Wie wohl der Zufall so wollte, wurden zwei weitere Großfamilien aus dem Böhmerwald ebenfalls in Schloß-Dhaun ansässig. Gemeinsam konnte man genügend Musikanten aufbringen um ein Blasorchester, durch das er später die Böhmische Blasmusik kennen und lieben lernte, aufzustellen. Die Musik war das Einzige, was von der alten Heimat geblieben war und wurde liebevoll gepflegt.
„Die innere Verbundenheit zu dieser Musik hat wohl auch damit zu tun, dass ich als kleiner Bub` oft bei meinen Großeltern war, die durch den Verlust der Heimat besonders betroffen waren“, so Michael Klostermann. „Immer wenn die alten Weisen wie „Dort tief im Böhmerwald“, „Fuhrmanns-Lied“ oder „Egerland Heimatland“ erklangen, dann standen ihnen die Tränen und gleichzeitig ein Leuchten in den Augen. Als Kind konnte ich dies zwar nicht so recht verstehen, habe aber die Wehmut und die Emotionen gespürt. Wenn ich heute Titel wie diese mit meinem Orchester spiele, dann sitze ich im Geiste am Tisch meiner Großeltern und spiele für sie.“
Neben den Evergreens sind natürlich auch wieder eigene Stücke zu hören. Wunderschöne Instrumentaltitel wie der Walzer „Sommerwind“ oder die Polka „Streicheleinheiten“ zeigen ebenso wie die gesungenen Stücke (z.B. die „Löffelmeister-Polka“ oder das Walzerlied „Die Zeit der Rosen“), dass in Michael Klostermann, der in seinem ‚normalen Berufsleben’ Polizeibeamter bei der rheinland-pfälzischen Polizei ist, nicht nur das Herz eines Vollblutmusikers & Kappellmeisters schlägt, sondern auch das eines begabten Komponisten.
„Es ist immer eine große Herausforderung, ein neues Album mit eigenen sowie bekannten Melodien zu produzieren“ meint Klostermann abschließend. „Wir hoffen natürlich, dass wir auch den Geschmack unseres Publikums getroffen haben, und dass es mit „So wie einst“ genauso viel Freude haben wird, wie wir sie während der Aufnahmen hatten.“
Quelle: Sony BMG












