(openPR) München – Wie wäre es denn, wenn jeder Weihnachtsbaum in diesem Jahr nicht nur die eigene Familie erfreuen würde, sondern zugleich viele Menschen in Georgien? Von den Berghängen des Kaukasus kommen die Tannenzapfen der Nordmanntannen nach Nordeuropa. Aus ihren Samen wachsen wundervoll gleichmäßige Weihnachtsbäume mit samtweichen tiefgrünen Nadeln, unentbehrlich für ein prächtiges Weihnachtsfest. Die Familien der Samenpflücker allerdings leben unter sehr armen Verhältnissen. Fair Trees organisiert den fairen Handel der Nordmanntannen. Mit jedem verkauften Baum geht eine Spende von 0,675 € an Sozialprojekte in der georgischen Region Ambrolauri.
„Fair Trees bedeutet: fair zum Menschen, fair zur Umwelt, fair im Preis“, erläutert der Weihnachtsbaumhändler Markus Schauer das Konzept. „ Im vergangenen Jahr konnten wir rund 40.000 € einsammeln.“ Die Stiftung Fair Trees verkauft als einzige überall in Deutschland Weihnachtsbäume nach den strengen Fair-Trade-Regeln (Der Händler in der Nähe ist im Internet unter www.fairtrees.de zu finden). Das heißt beispielsweise: Die Samenpflücker erhalten das Sechsfache der sonst üblichen Bezahlung. Es wird ihnen ein hoher Standard beim Arbeitsschutz ermöglicht. Außerdem werden die Kinder im Ort regelmäßig medizinisch untersucht. Die Grundschule in Tlugi wurde bereits renoviert und die Erneuerung des Kindergartens steht als nächstes Projekt an.
Fair Trees sorgt auch für Arbeitsplätze außerhalb der Pflücksaison. Überdies wurden Universitätsstipendien an begabte Mädchen aus der Region übergeben. So erhalten sie die die einmalige Chance auf eine bessere Ausbildung.
Hohe Nachfrage nach Fair Trade Produkten
Immer mehr Menschen wollen ausdrücklich nachhaltig produzierte Waren. Fast jeder zweite Deutsche kauft laut einer Umfrage des maßgeblichen Forums Fairer Handel immer wieder fair gehandelte Produkte ein, die eine rasante Nachfrage erleben. Allein 2012 gaben die Verbraucher in Deutschland rund 650 Millionen Euro für Fair-Trade-Waren aus. Das entspricht einem Jahreswachstum von rund 36 Prozent und einer Verdoppelung des Gesamtumsatzes innerhalb der letzten vier Jahre. Dabei sind den Käufern vor allem ethische Aspekte wichtig. Faire und menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen und eine faire Bezahlung liegen als Kriterien ganz vorne. Und gerade das macht Fair-Trees-Weihnachtsbäume ganz besonders attraktiv. Zumal Nordmanntannen mit vier von fünf verkauften Bäumchen den Löwenanteil der Weihnachtsbäume in Deutschland ausmachen. Fair Trees erfüllt die Regeln des Weltverbandes für Fairen Handel WFTO voll und ganz. Das hat jüngst der Ethnologe Martin Demant Frederiksen von der Universität Kopenhagen in einer Untersuchung bestätigt.
Ins Leben gerufen wurde die Idee der Fair Trees von der dänischen Unternehmerin Marianne Bols, die 2007 den Bols Xmas Tree Fund gegründet hat. Sie betreibt eine erfolgreiche Baumschule und ist als Saatgutimporteurin tätig. Die geschützte Marke Fair Trees ist von der dänischen Fair Trade Organisation und der globalen Dachorganisation World Fair Trade Organization (WFTO) anerkannt.
„Ein Weihnachtsbaum bringt pure Freude in jedes Wohnzimmer und mit einem Fair Trees Baum weiß die Familie, dass sie zugleich einen wichtigen Beitrag leistet für bessere Arbeitsbedingungen der georgischen Zapfenpflücker“, sagt Schauer. „Wir übernehmen als Produzent und Händler eine soziale Mitverantwortung für unsere Produkte. Darauf können wir stolz sein.“
Für die Sängerin Katie Melua „ein wunderbares Projekt“
Unterstützt wird Fair Trees von der Sängerin Katie Melua: „Ich bin hingerissen, dass Fair Trees die armen Zapfenpflücker in Georgien erreicht hat. Es ist ein wunderbares Projekt, das das Leben vieler Menschen in abgelegenen Gegenden Georgiens verbessert – dem Land, in dem ich geboren wurde.“
Ein kleines Etikett steht für den großen Unterschied
Erkennbar wird ein Fair-Trees-Baum durch ein besonderes Etikett, das vom Produzenten am Baum angebracht wird. Etwa zwölf Jahre sind nötig, um aus dem kleinen Samen einen stattlichen Weihnachtsbaum von zwei Metern Größe heranwachsen zu lassen. Damit nun sofort Geld für Georgien gesammelt werden kann, dürfen die Baumproduzenten ohne Zeitverlust in das Programm einsteigen, wenn sie mindestens so viele Nachpflanzungen mit Fair-Trees-Bäumen vornehmen, wie sie vorher konventionelle Ware als Fair Trees geerntet haben. Nur auf diesem Weg brauchen die Zapfenpflücker nicht zwölf Jahre warten, bis die winzigen Samen wirklich zu Weihnachtsbäumen herangewachsen sind mit deren Verkauf Spendengelder gesammelt werden können.
Für die heimischen Produzenten bedeutet das ein sehr hohes Maß an Flexibilität. Sie müssen sich nicht schon in diesem Jahr für die kommende Ernte in zwölf Jahren festlegen. Nur wenn ein Erzeuger Fair Trees verkauft, muss er für die Bäume die entsprechenden Etiketten von der Fair Trees Organisation beziehen. Zuvor entstehen für ihn keinerlei Kosten. Allerdings nimmt Fair Trees nicht jeden Betrieb als Fair Trees Produzente auf. Eine branchenübliche Qualitätszertifizerung muss mindestens vorhanden sein. Damit unterliegen auch die Baumschulen selber zertifizierten und unabhängig kontrollierten Standards bezüglich Lohn, Arbeitsschutz und Umweltauflagen. Alle Maßnahmen werden durch unabhängige Kontrolleure geprüft.
Das Fair-Trees-Etikett signalisiert allen Käufern, dass diese Bäume von beste Qualität sind, haltbare Nadeln haben und natürlich nach den international anerkannten Fair Trade Regeln produziert wurden. Eine Freude fürs eigene Fest und dank der inbegriffenen Spende, eine Freude für die Familien der georgischen Zapfenpflücker.











