(openPR) Einen Einsatz der besonderen Art absolvierte ein Modulband des Herstellers Habasit auf der 55. Biennale in Venedig und stieß dabei auf reges Besucherinteresse: Der russische Pavillon zeigte eine Installation des Künstlers Vadim Zakharov, die goldene Münzen regnen lässt. Klar umrissen waren die Installations-Anforderungen für Habasit, den Weltmarktführer im Transportbandbereich. Den Besuchern hingegen stellte der Künstler eine Denkaufgabe.
Eppertshausen, Dezember 2013 – Es ist eine Kunstinstallation, die überrascht und zum Nachdenken anregt: Der goldene Regen aus männlichen Händen auf die Köpfe der Frauen im russischen Pavillon auf der Biennale 2013 in Venedig. Der Besucher betritt den russischen Pavillon und findet sich in einer skurrilen Situation wieder: Über eine Förderrampe regnen goldene Münzen auf weibliche Besucherinnen mit transparenten Schirmen, ein Mann sitzt auf einem gesattelten Balken und isst Erdnüsse – ansonsten bewegt er sich nicht, verzieht keine Miene. Männliche Besucher knien auf Bänken und schauen auf die herabfallenden Goldmünzen. Dann kommt ein Security-Mann – lässt einen Eimer in einem Loch hinter dem Förderband herab – und stellt sich wieder zurück an seinen Platz. Es ist ein Kreislauf, das Gold wird eingesammelt, transportiert und wieder fallengelassen. Den Raum mit den Goldmünzen dürfen nur weibliche Gäste betreten – den männlichen ist es verboten. Diese dürfen zuschauen und auf den Gebetsbänken niederknien. Der Autor der Installation „Dana?" ist der bekannte Moskauer Konzeptkünstler Vadim Zakharow. Es heißt, der altgriechische Mythos von Zeus und Dana? wird hier neu interpretiert (Göttervater Zeus begehrt die eingesperrte Dana? und findet durch das Dach des Gefängnisses Zugang zu ihr, indem er sich in einen goldenen Regen verwandelt).
Förderstrecke für Goldtaler
Der Künstler Zakharow hat mit der beeindruckenden Installation altgriechische Mystik mit moderner Technik kombiniert. Für sein Kunstwerk holte sich der russische Künstler Hilfe aus Deutschland: Der Anlagebauer ALFOTEC GmbH (www.alfotec.de) mit Spezialgebiet Fördertechnik plante und installierte die Anlage. Aus dem umfangreichen Programm von Habasit wurde das passende Transportband ausgewählt. Habasit entwickelt und produziert innovative Transportbänder für alle Anforderungen der innerbetrieblichen Logistik, von Gewebebändern über Kunststoff-Scharnierbandketten bis hin zu Kunststoff-Modulbändern. Hinzu kommen Antriebs- und Zahnriemen sowie vielfältiges Bandzubehör. Für die Biennale-Installation wurde ein Steigförderer entwickelt, der auf einer Strecke von 20 Metern einen Höhenunterschied von rund zehn Metern überwinden sollte. Da der größte Teil der Strecke außerhalb des Gebäudes verläuft, statteten die Anlagenbauer den Förderer mit einem Habasit Modulband Typ M2520 in POM blau aus. Das Band besteht aus thermoplastischem Material (Polyoxymethylen – POM) mit hoher Festigkeit und niedrigem Reibungskoeffizient; es verfügt außerdem über eine stoß- und schnittfeste Oberfläche. Der Bandtyp ist besonders geeignet für hohe Belastungen und niedrige Temperaturen und somit auch für den Teil der Außeninstallation. Trotz Witterungseinflüssen ist eine gleichbleibende Bandoptik und -funktionalität gewährleistet. Das Modulband ist mit Seitenplatten und Mitnehmern in jeder vierten Reihe ausgestattet. In dieser Auslegung erfüllt es die gestellte Aufgabe optimal: Die Beförderung von Münzen aus dem Erdgeschoss des Pavillons, durch das Dach hinauf zum First, von wo die Münzen dann in den Raum zurück fallen. Der Förderer hat eine Gesamtlänge von rund 20 Metern, die Bandlänge beträgt etwa 40 Meter. Er durchdringt das Dach des Pavillons und lässt die Münzen von dort in das Innere des Pavillons regnen.
Die Besucher durften das Geschehene von einer Galerie des zweistöckigen Pavillons beobachten und sich dabei überlegen, was das alles bedeuten soll. Vadim Zakharov will den symbolischen Sinn seiner Installation nicht offenbaren: "Ich denke, das ist die Hauptbotschaft, und zwar, der Mensch soll denken. Ich habe eine Art Konstruktion aufgebaut, und nun muss sich der Zuschauer überlegen, was ich damit sagen wollte. Das ist seine Aufgabe."
Die Biennale di Venezia ist eine seit 1895 zweijährlich stattfindende internationale Kunstausstellung in Venedig. Die 55. Biennale fand vom 1. Juni 2013 bis 24. November 2013 statt. Der Hauptschauplatz sind die Giardini im Stadtteil Castello, wo sich 28 Länder in ihren nationalen Pavillons präsentierten.












