(openPR) Eine Kontroverse, die Dörthe Fahrenbach und Hakan Savasogan am 28. November in Rothenburgsort, dem industriell geprägten Stadtteil zwischen Bille und Elbe, führen und wahrscheinlich nicht klären werden. In den Räumen der Werbeagentur ELB BUREAUX GmbH präsentieren die beiden Schaffenden, die sich nicht unbedingt als Künstler verstehen, Ihre Arbeiten – sich der Frage stellend „Was ist eigentlich Kunst und was Design“.
Nach der allgemeinen Auffassung ist Kunst nicht zweckgebunden. Sie wird als Ursprung verstanden, betrachtet Alltagsgegenstände aus einer anderen Perspektive und macht das Unsichtbare sichtbar. Kunst ist zukunftsorientiert. Design hingegen orientiert sich an dem Zweck, ist Folge eines logischen Ursprungs und verfolgt ein Ziel, ist vergangenheitsgerichtet. Aber stimmt das eigentlich? Sind es nicht die Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die unser Leben bereichern durch ihr Design oder besser gesagt durch die Kunst, die Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten? Möbel oder Tassen werden zu Sammlerstücken, da Sie von Künstlern gestaltet wurden, so wie der Wert kostbarer Rotweine allein durch das Etiketten-Design berühmter Künstler an Wert steigt. Genau so gestalten Designer Zukunftsvisionen, man denke nur an eine der weltweit wertvollsten Marken, die ein einfaches Kommunikationsgerät zum Statussymbol gemacht und die Wahrnehmung von digitalen Inhalten unumkehrbar verändert hat. Genau so schaffen Künstler einen neuen Blick auf die Vergangenheit, halten einmalige Momente fest, wie wir sie noch nicht erlebt haben.
Warum sollten daher nicht Abbildungen von futuristischem Mode-Design in einer retrospektiven Umgebung von Straßenbahnen des letzten Jahrtausends künstlerische Aspekte haben? Nicht nur inspiriert von der täglichen Arbeit und dem persönlichen Anspruch eines Kommunikationsdesigners an ein gelungenes Modefoto, sondern angetrieben von der Vision eines emotionalen und hoch assoziativen Moments. Und warum sollten nach starken Regenfällen aus Rinnsteinen gesammelte und Dutzende zusammengeklebte Plakatbündel und Kunstwerke von Street-Art-Künstlern, die dem Wetter nicht standgehalten haben, als mediale Zeitzeugen des kulturellen Geschehens und des urbanen Lebens in Hamburg, festgehalten auf massiven Leinwänden, nicht Zeitgeist und Stimmungen einfangen und neue Perspektiven ermöglichen? Entscheiden Sie selbst: Ist das Kunst oder Design – oder kann das weg? Ein Höchstmaß an Selbstkritik am 28. November 2013. (MV)













