(openPR) Erst vor kurzem hat Google angekündigt, auch auf dem europäischen Markt verstärkt gegen Suchmaschinen-Spam vorzugehen. Mit dem aktuellen Ausschluss von BMW.de aus seinem Index sorgt Google nun für Aufregung in der SEO-Community. Der Ausschluss wird in einschlägigen Foren teils schadenfroh, teils nervös kommentiert. Auf jeden Fall muss die Tätigkeit der Suchmaschinenoptimierer (SEOs) professioneller werden, damit sich Kunden in Zukunft auf die Leistung der Agenturen verlassen können.
„BMW ist selber schuld“, sagt ein Schreiber und ein anderer bezeichnet BMW sogar als „beratungsresistent“. Trotz der Schadenfreude ist man sich aber einig, daß die Tage der Black-Hat-Optimierer gezählt sind: „Jetzt werden auch Global Player gekickt. Google macht ernst.“ liest man im Sauwetter-Blog.
Die Auswirkungen auf den SEO-Markt kommentiert „net(t)worker“ im Abakus SEO Forum: „In Zukunft wird sich ein Firmeninhaber ... überlegen, ob er ein Angebot für Doorwaypages annimmt ... so ist es jetzt doch erstmals bekannt geworden, daß man durch falsche Optimierung auch rausfliegen kann.“ Trotzdem werben viele SEO-Agenturen noch mit Angeboten wie „Doorway-Pages - die Tür zu besseren Suchmaschinenrankings“ oder Ähnlichem. Es gibt sogar Software auf dem Markt, die Doorway-Pages nach Keyword-Listen automatisch generiert. Nach dem Rausschmiss von BMW ist klar, daß diese Angebote nicht nur fragwürdig, sondern auch kontraproduktiv sind.
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW), bei dem nach eigenen Aussagen grosse Nachfrage nach einem Qualitätssiegel für Suchmaschinenmarketing besteht, hat sich das Ziel gesetzt, „im Rahmen einer Selbstverpflichtung Maßstäbe für professionelles und seriöses Suchmaschinen-Marketing zu setzen.“
Dennoch ist es dem BVDW „aus organisatorischen und verbandsrechtlichen Gründen leider nicht möglich, ein allgemeines ‚Qualitätssiegel’ ... zu veröffentlichen.“ Deshalb würde es der Verband begrüssen, wenn „aufgrund ihrer Neutralität geeignete Prüfungsunternehmen diesen Bedarf zukünftig aufgreifen und einen diesbezüglichen Qualitätsstandard entwickeln würden.“ Von einem standardisierten Auditing, wie im klassischen Media seit etwa 15 Jahren üblich, ist die Online-Branche aber noch weit entfernt.
Bis es soweit ist, sind Kunden daher auf die Selbstverpflichtung der Agenturen angewiesen. „Wir verstehen Suchmaschinenoptimierung in erster Linie als Beratung zur qualitativen und inhaltlichen Optimierung von Webseiten. Für Google steht der Besuchernutzen einer Site im Vordergrund. Wenn Doorway-Pages den Suchmaschinen etwas anderes zeigen als den Besuchern, ist es nur konsequent, wenn Google dies auch abstraft.“ so Wilhelm Fumy, SEO bei Creative Development GmbH in München. Auf jeden Fall sollten Kunden ihren Dienstleister vertraglich zur Einhaltung der Google Richtlinien und des Ethik-Kodex für Suchmaschinenoptimierer verpflichten.
„Viele Firmen, die von Anfang an SEO betrieben haben, haben damit gutes Geschäft gemacht. Das Entsetzen ist gross, wenn wegen unethischer SEO-Methoden die Website plötzlich zurückgestuft wird oder gar aus dem Index fliegt. Von Anfang an war klar: wir können unseren Kunden keine Black-Hat-Methoden unterschieben, der potentielle Schaden ist nicht hinnehmbar. Das ist nicht nur eine Frage der Seriosität - für viele Firmen ist es eine Frage des Überlebens.“ so Manfred Kipfelsberger, Geschäftsführer von Creative Development.
Die Creative Development GmbH ist eine Full Service Internet Agentur mit Sitz in München. Die Agentur betreibt Suchmaschinenmarketing und -optimierung für namhafte Kunden und erstellt Online-Lösungen für Corporate Communication, Marketing und Vertrieb. Der Branchenschwerpunkt liegt dabei auf Handel, Touristik und Medien. Zu den Kunden von Creative Development gehören unter anderem die Süddeutsche Zeitung Online, Officepartner.com, NBC Universal Deutschland und Steppenwolf Bikes.









