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Intensivmedizin: Folgeschäden der Sepsis stellen den Hausarzt vor Herausforderungen

24.07.201311:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Intensivmedizin: Folgeschäden der Sepsis stellen den Hausarzt vor Herausforderungen
Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung 1/2013
Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung 1/2013

(openPR) Patienten, die in der Intensivmedizin eine Sepsis überleben, bleiben meist für den Rest ihres Lebens schwer beeinträchtigt. Hausärzte sind auf die Problematik oft nicht vorbereitet. Dr. Konrad Schmidt und Kollegen (Universitätsklinik Jena) haben die fünf häufigsten Folgeschäden der Sepsis in Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung zusammengestellt:

- Entzündungsbedingte Läsionen von Muskeln und peripheren Nerven sind unter den Begriffen Critical Illness Polyneuropathie und Critical Illness Myopathie bekannt. Sie bedeuten Muskelschwäche und Sensibilitätsstörungen. Beide Folgen der Sepsis lassen sich kaum beeinflussen.

- Chronische Schmerzen sind nach Sepsis häufig, lassen sich allerdings meist durch eine analgetische Pharmakotherapie gut behandeln.

- Die Steigerung des Energieumsatzes in der Intensivstation und der Muskelabbau im Rahmen der Myopathie kann langfristig eine Kachexie auslösen. Daher gehört bei Bedarf eine Ernährungsberatung zur qualifizierten Nachsorge einer Sepsis.

- Inflammatorische Mediatoren, ein inadäquater zerebraler Perfusionsdruck, Veränderungen der Blut-Hirn-Schranke und weitere Faktoren können eine septische Enzephalopathie auslösen und in eine Alzheimer-Demenz übergehen. Auch hier ist nur eine symptomatische, lindernde Therapie möglich.

- Die Therapie in der Intensivmedizin kann eine posttraumatische Belastungsstörung oder Depressionen auslösen, die sich möglicherweise erst nach mehreren Monaten äußern. Erkennt der Hausarzt diese psychische Problematik rechtzeitig, kann er eine erfolgversprechende Psychotherapie veranlassen.

>> K. Schmidt, J. Mehlhorn, S. Kausche, P. Thiel, C. Heintze, F.M. Brunkhorst, J. Gensichen: Sepsisnachsorge in der Hausarzt-Praxis. In: Journal für Anästhesie und Intensivbehandlung 1/2013

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