(openPR) Filderstadt, 18. Juli 2013.
Labor-Informations- und Management-Systemen (LIMS) werden in Laboratorien eingesetzt, um die Effizienz der Arbeitsabläufe und des Probenhandlings zu steigern. Leider wird dieses Ziel oft nur teilweise erreicht. IMCOR hat als spezialisiertes Beratungsunternehmen für Labororganisation und für labornahe IT-Lösungen einen Blick auf die aktuellen Trends geworfen, mit denen sich der LIMS Einsatz optimieren lässt. Die hier vorgestellten Ergebnisse sind in einem Fachartikel publiziert worden (http://www.imcor.de/downloads/LIMS_Trends_LABO0613.pdf) und stehen zum download zur Verfügung.
Labor-Informations- und Management-Systeme decken primär den Probendurchlauf durchs Labor ab. Dies umfasst die Probenanmeldung im LIMS, die Organisation der Untersuchungsaufgaben und vor allem die Erfassung der Analysenergebnisse sowie deren Freigabe und Aufbereitung. Viele dieser Schritte erfordern zeitaufwändige manuelle Eingaben am PC-Arbeitsplatz.
Die Effizienz beim LIMS-Einsatz lässt sich steigern, indem man moderne Datenerfassungstechniken nutzt, welche den Aufwand zur Dateneingabe reduzieren. Im Vordergrund stehen der Einsatz von Barcode oder auch die RFID-Technik. Damit lässt sich nicht nur die Probe eindeutig und kostengünstig identifizieren, sondern bei Nutzung von 2D-Barcodes oder RFID-Chips können auch weitere Informationen codiert werden, um diese später durch einen einfachen Scan-Vorgang in andere Anwendungen zu übernehmen.
Zusätzliches Potential für Zeitersparnis bieten Web-basierte Auftragsdialoge. Damit kann der Auftraggeber seinen Untersuchungswunsch über das Internet an das Labor übermitteln, indem er Probendaten und Prüfumfang direkt ins LIMS eingibt. Dies erleichtert zudem die Kapazitätsplanung im Labor.
Als besonders starker Trend ist die elektronische Erfassung von Analysendaten auszumachen. Die Gründe liegen vor allem im geringeren Erfassungsaufwand und in der Reduzierung von Übertragungsfehlern. Im Vordergrund steht dabei die strukturierte Datenbereitstellung durch intelligente Analysengeräte und die elektronische Überführung dieser Prüfergebnisse ins LIMS. Häufig werden dazu Datei-basierte Verfahren genutzt. Dies können Reportfiles z.B. eines Chromatographiedatensystems sein oder CSV bzw. XML-codierte Ergebnisdateien beliebiger Prüfgeräte, welche in das LIMS importiert und dort zur Probe gespeichert werden.
Als neue Technik zur manuellen Datenerfassung finden schrittweise mobile Eingabegeräte wie Tablet-PCs Verwendung. Damit kann die Dateneingabe unter Umgehung des Laborbuchs direkt am Labortisch erfolgen. Außerhalb des Labors lassen sich Notebooks oder Datenstifte einsetzen. Die Stifte sind in der Lage Dokumente zu beschriften und gleichzeitig die dabei erfassten Daten zur Weitergabe an ein LIMS zwischenzuspeichern.
Der Überblick zeigt, dass diverse Techniken zur Optimierung des LIMS-Einsatzes vorhanden sind, sie müssen lediglich genutzt werden.












