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Wimbledon oder die Schönheit der Demut

16.07.201308:35 UhrSport
Bild: Wimbledon oder die Schönheit der Demut
Fred Perry in Wimbledon (Quelle: Wikimedia Commons)
Fred Perry in Wimbledon (Quelle: Wikimedia Commons)

(openPR) Nach dem Wimbledon-Sieg von Andy Murray

Andy Murray hat als erster Brite seit Fred Perry 1936 das Tennisturnier in Wimbledon gewonnen. Dieses Faktum allein rechtfertigt die zahlreichen Titelseiten, Berichte und Interviews nach dem Ende der Wimbledon Championship 2013. Sabine Lisicki hingegen verlor, einen Tag vor Murrays Sieg gegen Novak Djokovic, ihr erstes Wimbledon-Finale sang- und klanglos gegen die Französin Marion Bartoli. Ebenso chancenlos war der Schotte Murray im letzten Jahr gewesen, als Roger Federer ihn auf dem Rasen des Centre Courts in Wimbledon in drei klaren Sätzen überrollte. Diese Umstände belegen eine scheinbare Binsenweisheit: Es ist bei großen Tennis-Turnieren nicht nur schwer, überhaupt ins Endspiel vorzudringen, es ist vielleicht noch schwieriger, dieses Endspiel dann auf Anhieb zu gewinnen.



Wimbledon oder die Schönheit der Demut

Wimbledon, mit seiner Aura des ältesten und immer noch wichtigsten Tennisturniers der Welt, steht damit exemplarisch für eine der sympathischsten Züge des Sports, des Tennissports zumal. Es ist, so könnte man sagen, die Schönheit der Demut, die hier zum Ausdruck kommt: Selbst für die größten Spieler der Tennisgeschichte - Ivan Lendl, Andy Murrays heutiger Trainer und der erfolgreichste Spieler seiner Zeit, kann ein Klagelied davon singen - ist es alles andere als selbstverständlich, sich in ihrer Karriere in die Siegerliste von Wimbledon einzutragen. Ein Sieg im ersten Wimbledon-Finale der jeweiligen Laufbahn ist denn auch ein außergewöhnliches Ereignis. Boris Becker hat das geschafft, Roger Federer auch. Bei Becker lag dies zum einen an seiner damals neuen Spielweise. So gab es etwa 1985 schlicht niemanden im Teilnehmerfeld von Wimbledon, der über einen vergleichbar starken Aufschlag verfügte. Es lag aber vor allem an der vielzitierten Unbekümmertheit des damals 17-Jährigen, die zumindest äußerlich mit Demut (noch) nichts am Hut hatte; eher mit einem relativ gedankenfreien Kopf, der darum umso leichter durch die Londoner Rasenwand gelangte. Eine absolute Ausnahme.

Tränentäler und Respekt

Federer wiederum war vor seinem ersten Sieg in Wimbledon dort und bei den anderen drei „Grand-Slam“-Turnieren bereits durch zahlreiche Tränentäler gegangen, die ihn als Spieler genug Demut gelehrt hatten, um ihn zum Sieger zu machen. Der oft jähzornige Schweizer Jungstar, der vor lauter technischem Können oft nicht zu wissen schien, welchen Schlag er als nächstes anbringen sollte, hatte den Weg zum beinahe klinisch selbstbeherrschten besten Spieler einer ganzen Ära eingeschlagen, spielerisch gesehen vielleicht zum besten aller Zeiten. Verfolgt man die Interviews der Finalisten des diesjährigen Herrenturniers, des Siegers Andy Murray, aber mehr noch des Unterlegenen Novak Djokovic, lässt sich diese Demut beobachten: Die Haltung des sprichwörtlichen Sportsmanns (oder der Sportsfrau), der nicht nur dem Gegner, sondern auch dem Turnier und dem Sport an sich Respekt entgegenbringt.

Die Anmut des nicht Selbstverständlichen

Selbstredend gewinnt man Wimbledon nicht, wenn man es nicht wirklich will. Doch vor allem wird man nie mit der immerwährenden Diskrepanz zwischen dem eigenen Anspruch an Perfektion, die jeder Profisportler zum Siegen benötigt, und den Fährnissen, Fehlern und Zufälligkeiten eines Tennisspiels fertig werden, wenn jener Respekt fehlt, der sich in Demut äußert. Und so sind Siegerinterviews im Tennis selten - und in Wimbledon fast nie - triumphierende Momente des Selbstlobs. (Ausnahmen gibt es natürlich, wie etwa bei den Williams-Schwestern in deren jungen Jahren.) Vielmehr drückt sich in diesen Frage-und-Antwort-Runden das aus, was die Engländer als "grace" bezeichnen. Es ist die Anmut desjenigen, der, gerade, wenn und weil er an seinem Ziel zuvor gescheitert ist, das Erreichen dieses Ziel nicht qua eigener Größe als selbstverständlich hinnimmt.

Es sind Momente wie diese, die - und wir wissen um die Gefahr, den schmalen Grat zur romantischen Schwärmerei zu überschreiten - dem ansonsten allzu oft als Volksopium wirkenden Profisport eine gewisse Relevanz verleihen. In Wimbledon, wo selbst Selbstdarsteller wie John McEnroe oder Andre Agassi bescheiden wurden, kann man das besichtigen.

Andreas Kellner

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