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„Wir können die Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen optimieren“

15.07.201312:47 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Wie ist es um die Versorgung von Patienten in Nordrhein-Westfalen bestellt, die – zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma – auf neurologische Frührehabilitation angewiesen sind? Diese Frage hatten vor einem Jahr Experten und neurologisch-neurochirurgische Chefärzte aus Nordrhein-Westfalen erstmalig aufgeworfen und im Hinblick auf eine adäquate qualitative Versorgung rund 700 fehlende Betten konstatiert. Jetzt wird die Landesarbeitgemeinschaft Neurorehabilitation NRW (LAG) ein Jahr alt. Was hat sich seit ihrer Gründung getan? Hat ihre Arbeit Niederschlag in der NRW-Versorgung schwer hirngeschädigter Patienten gefunden? Eine Zwischenbilanz.



Köln, 15.07.2013. Patienten mit schweren Hirnschädigungen, wie sie zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einem Schädel-Hirn-Trauma auftreten können, benötigen meistens im Anschluss an ihre Akutbehandlung eine intensive weiterführende Versorgung. Nur durch die fachspezifische, intensive medizinische Betreuung der Patienten, wie sie die neurologische Frührehabilitation garantiert, können Folgeschäden wie Decubiti (Hautgeschwüre mit abgestorbener Haut), versteifende Kontrakturen der Gelenke, Verkürzungen der Sehnen und Muskeln, wiederholt auftretende Lungenentzündungen bei Schluckstörungen und ein unnötiges Abgleiten in die Pflegesituation verhindert werden. Weniger als 400 solcher neurologischer Frührehabetten stehen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung, d. h. auf 55.000 Einwohner kommt je ein Bett. Zum Vergleich: In Thüringen ist es ein Bett pro 12.000 Einwohner. Im Bundesvergleich hat Nordrhein-Westfalen mit diesen Werten noch ein großes Entwicklungspotenzial und eine dringliche Aufgabe. Schnelles Handeln ist notwendig.
Auf diese Minderversorgung hatte vergangenes Jahr die Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation NRW (LAG) erstmals öffentlich hingewiesen. Rund 700 fehlende Betten konstatierte die Initiative, die sich aus Klinikbetreibern, neurochirurgisch-neurologische Chefärzten und weiteren Vertretern der Gesundheitsbranche aus Nordrhein-Westfalen zusammensetzt, angesichts der realen Bedarfslage in Nordrhein-Westfalen.

„Als wir uns vor einem Jahr gegründet haben, wollten wir in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein auf die dringend notwendige Verbesserung der Versorgungssituation dieser schwer betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen in NRW lenken. Dieses Ziel haben wir erreicht“, bilanziert Prof. Dr. Dr. Paul W. Schönle, Gründungsmitglied der LAG die vergangenen zwölf Monate. Ein Meilenstein der gemeinsamen Arbeit sei die Vorstellung des Gutachtens zur Abbildung der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation im Rahmen der Krankenhausplanung gewesen. Dieses sei sowohl bei der Presse als auch NRW-Landtagsabgeordneten verschiedener Fraktionen sowie dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW auf reges Interesse gestoßen „Mit unserer Initiative und dem Gutachten haben wir einen Impuls zur Verbesserung der Versorgung in NRW gesetzt. Wir sind sicher, dass wir gemeinsam mit der Landesregierung, den Krankenkassen und der Selbsthilfe diese Aufgabe erfolgreich angehen und meistern können“, ist sich Schönle sicher.

Auch die Unterstützung der LAG durch die Adhoc-Initiative Neurologischer und Neurochirurgischer Chefärzte in NRW und Patientenvertreter wie die ZNS- Hannelore Kohl Stiftung, Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. und Forum Gehirn e.V. habe dazu geführt, dass der Landtag das Thema Anfang des Jahres auf die politische Agenda genommen habe.

„Die Zusammenarbeit mit den politischen Vertretern des Landes sowie des Ministeriums gestaltet sich äußerst konstruktiv und zielführend. Die Fraktionen im Ausschuss für Gesundheit haben in ihren Stellungnahmen zum Krankenhausplan 2013 das Thema neurologische Frühreha jeweils aufgenommen“, zeigt sich Dr. Ursula Becker, ebenfalls Gründungsmitglied der LAG, zufrieden. Aktuell definiere die LAG Qualitätsstandards für die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation. Das Ministerium werde dann entscheiden, was davon im neuen Krankenhausplan, welcher voraussichtlich noch dieses Jahr in Kraft treten wird, Berücksichtigung finden wird.

Ausblick
Neben der Versorgungssicherheit für neurologische Frühreha-Patienten hat sich die LAG für die Zukunft noch weitere Ziele gesteckt. „Unsere Mitglieder arbeiten derzeit an Themen wie Hygiene oder Qualitätssicherung in Reha-Krankenhäusern. Denn so, wie wir uns jetzt in punkto neurologische Frühreha einbringen konnten, kann und will die LAG mit ihrer Expertise auch weiterhin dazu beitragen, die Qualität der Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen zu optimieren“, so Becker.

Mehr Informationen unter: http://neuroreha-nrw.de/

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