(openPR) Der deutsche Leitindex startete am 03.06.2013 mit 8.291,49 Punkten in den Berichtsmonat Juni und erreichte an diesem Tag mit 8.395,56 Punkten sein Monatshoch. Im gesamten Monat hielt der DAX seine hohe Volatilität bei und schloss am 24.06.2013 bei 7.692,45 Punkten. In der letzten Handelswoche im Juni konnte der Leitindex sodann wieder etwas Boden gut machen und ging am 28.06.2013 bei 7.959,22 Punkten aus dem Handel. Zwischen dem Tageshoch am 11.06.2013 und dem Tagestief am 24.06.2013 liegen beachtliche 739,73 Punkte bzw. 8,81%. Zwar waren bereits vor dem 21.06.2013 Kursrückgänge an der Tagesordnung, verschärft wurde die Situation allerdings zum „Triple Witching Day“ dem dreifachen Hexensabbat. Im Anschluss entspannte sich die überverkaufte Situation wieder zusehends, allerdings schaffte es der Dax zum Ende des Monats nicht wieder über die wichtige Hürde von 8.000 Punkten.
Ähnlich erging es auch dem Verlauf des Euro Bund Future, am 14.06.2013 erreichte er 143,86 Prozent, Richtung Hexensabbat ging es dann kontinuierlich gen Süden und so betrug der Stand am 24.06.2013 nur noch 140,31 Prozent. Wie ich im Interview mit Herrn Dr. Jünemann am 13.06.2013 in der Sendung „Börsenplatz 5“ ausgeführt habe, sehe ich in diesem Kursverfall noch keinen klaren Abwärtstrend. Dennoch handelt es sich um einen Bruch der massiven Kurssteigerungen der letzten Monate. Hier zeigt sich der große Einfluss der Marktteilnehmer zum „Triple Witching Day“, denn auch der Euro Bund Future legte im Anschluss wieder kräftig zu. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Märkte in der südlichen Eurozone weiterentwickeln und in welchen Bereichen die institutionellen Investoren Ihre Chance wittern.
Im Juni gab es viel Bewegung im Fondsdepot, insgesamt wurden 27 Wertpapiere verkauft, eingelöst oder gewandelt. 21 Wertpapiere wurden neu ins Fondsportfolio aufgenommen. Neben den Kursrückgängen aufgrund der Erwartung steigender Zinsen am Anleihemarkt und der hoch volatilen Situation am Aktienmarkt, kam es bei zwei Werten zu erheblichen Verlusten. Entgegen aller Bemühungen schaffte es das Management von Praktiker nicht, das Ruder herumzureißen. Eine 16,50% Aktienanleihe auf Praktiker wurde in Aktien gewandelt. Die Zinsszahlung kompensiert auf niedrigem Niveau den erheblichen Kursrückgang. Ebenfalls wurden Aktien der IVG AG eingebucht, hier sehen wir noch die Chance einer mittelfristigen Erholung, sollte das Management die mittel- bis langfriste Finanzierung mit den involvierten Gläubigern sichern können.
In diesem Berichtsmonat wurden unter anderem die Aktien von HP (+57,82%), DF DEUTSCHE FORFAIT AG (+17,80%), ein Zertifikat auf den fallenden Bund Future (+24,80%) und eine Mittelstandsanleihe der Wienerberger AG (+24,04%) veräußert. Es wurden 5 Mittelstandsanleihen aufgenommen, unter anderem von Metalcorp Group und die Anleihe der Singulus AG zu (87,45%) aufgrund des laufenden Anleiherückkaufs der Gesellschaft.
Weiterhin liegt die Aufmerksamkeit bei den obersten Währungshütern in Europa und den USA. Es reichen kleinste Lücken oder Interpretationsspielraum im Kontext und die Marktteilnehmer spielen verrückt. Dies gilt für sämtliche Assetklassen, ob Devisen, Gold, Anleihen oder Aktien, ein klarer Trend ist nicht zu erkennen, eines ist jedoch gewiss, wir werden zukünftig volatile Märkte und starke Verwerfungen sehen.









