(openPR) Berlin, den 11.07.2013
Ein neues Interviewformat startet im fahrradjournal – Das Feuilleton für Radkultur. Für BIKE & TALK radelt und talkt der Journalist Wolfgang Scherreiks mit Persönlichkeiten aus der Welt des Fahrrades und darüber hinaus. Darunter Bundespolitiker wie Gero Storjohann (CDU), Herbert Behrens (Die Linke), Stephan Kühn (Grüne) und Ulrike Gottschalck (SPD) sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden wie Burkhard Stork (ADFC) oder Gaya Schütze (VSF). Die Tourgespräche werden während der Fahrt aufgezeichnet und in loser Folge im fahrradjournal veröffentlicht.
Zum Auftakt der Reihe ging es mit Burkhard Stork, Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), durch den Großen Tiergarten in Berlin. Stork wechselte Ende 2011 von der Deutschen Morbus Crohn Vereinigung in das neue Amt, um an einer Professionalisierung des in die Jahre gekommenen Fahrradclubs mitzuwirken. Dass derlei Veränderungsprozesse in Verbänden immer auch an Grenzen stoßen, nimmt er positiv. Schließlich, so Stork, seien Verbände auch Heimat und Zuhause: „Was sich Menschen zusammen aufbauen, etwa in einer Ortsgruppe, das kann man ihnen nicht wegnehmen“. Dennoch: „Die systemischen Grenzen im ADFC sind im Moment sehr weit.“
„Mehr Infrastruktur, dann fahren auch mehr Leute Rad – das stimmt überhaupt nicht und ist eine sehr deutsche Männer-Ingenieurssicht,“ befand der Chef-Lobbyist der Radfahrer weiter. Ebenso wichtig sei eine Vermarktung des Fahrrades als ganz normales Verkehrsmittel, die auch das öffentliche Auftreten von Testimonials mit einschließe: „Alle reden immer von den großen Dingen, die der Verkehrsminister tun sollte. Mir wäre es schon lieb, er würde sich zwei, drei Mal im Jahr mit dem Rad zur Arbeit aufmachen und sich dabei von Kamerateams begleiten lassen.“
Auf der Tour verriet Stork aber auch Privates: „Ich bin kein Cyclist. Ich fahre Fahrrad, aber ich identifiziere mich nicht darüber.“ So muss für den Radfahrer Stork das Verkehrsmittel praktisch funktionieren. Entsprechend träume er nicht vom Traumrad, sondern von einer Traumapp, die die gesamte Reisekette im Sinne einer modernen Intermodalität organisiere.
Das gesamte Gespräch ist über diesen Link abrufbar:
http://fahrradjournal.de/bike-talk/%E2%80%9Edie-systemischen-grenzen-im-adfc-sind-weit%E2%80%9C/











