(openPR) Leverkusen, 4. Juli 2013 - Der in der Biotechnologie- und start-up Szene erfahrene Forschungsmanager Hauke Fürstenwerth plant die Gründung eines start-up Unternehmens: Cornavita (cor, Herz; navitas, Energie). Basierend auf einer umfassenden Analyse der in der wissenschaftlichen Literatur dokumentierten präklinischen und klinischen Daten zu dem körpereigenen Wirkstoff Ouabain soll Cornavita die Neuzulassung in der Indikation Herzinsuffizienz betreiben. Herzinsuffizienz ist eines der häufigsten internistischen Krankheitsbilder. Sie ist bisher kausal nicht therapierbar. Alle verfügbaren Therapien beschränken sich auf Linderung der Symptome. Entsprechend hoch ist das Interesse von Klinikern und Pharmafirmen an Substanzen, welche effektive Therapiemöglichkeiten bieten.
Das Herzglykosid Ouabain – in der deutschsprachigen Literatur als g-Strophanthin bezeichnet – war bis zur Einführung des Arzneimittelgesetzes in den 1970er Jahren rezeptfrei verfügbares Standardmedikament zur Behandlung von Herzerkrankungen. 1991 ist es als körpereigenes Hormon identifiziert worden, welches in der Nebenniere und im Hypothalamus gebildet wird. „Körpereigene Wirkstoffe verfügen neben unproblematischen pharmakologischen und toxikologischen Eigenschaften über vorteilhafte therapeutische Profile.“ betont Dr. Fürstenwerth. „Sie bieten ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Medikamentenentwicklung.“ Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Ouabain als Signalgeber der Natriumpumpe fungiert. Es moderiert eine Vielzahl von Zellfunktionen, einschließlich Proliferation, Hypertrophie, Apoptose, Mobilität und Stoffwechsel und eröffnet damit vielfältige neue therapeutische Optionen. Neben der langjährigen erfolgreichen Anwendung zur Therapie der Herzinsuffizienz belegen neue Befunde das unausgeschöpfte therapeutische Potential dieses Wirkstoffes. So hat sich Ouabain in mehreren Krebsmodellen als sehr wirksam erwiesen und verhindert im Rattenmodell durch Mangelernährung bedingte Fehlbildungen der Niere.
„Ouabain verfügt über ein einzigartiges Wirkprofil“ so Fürstenwerth weiter „und ist damit ein maßgeschneidertes Agens zur Therapie der Herzinsuffizienz.“ Ouabain moduliert das autonome Nervensystem. Vagomimetische und sympathoinhibitorische Effekte bestimmen seine therapeutische Wirkung. Es hemmt die adrenerge Überstimulation des Herzens und versorgt es vagomimetisch über ausgeprägte Insulin-ähnliche anabole Wirkungen mit lebensrettender Energie. Ebenso wie die ischämische Präkonditionierung aktiviert Ouabain endogene Schutzmechanismen gegen eine Sauerstoffunterversorgung des Herzmuskels.
Beim Aufbau des Unternehmen Cornavita soll stufenweise vorgegangen werden. In der ersten Stufe wird eine geeignete, oral zu verabreichende galenische Darreichungsform erarbeitet und deren pharmakokinetisches und pharmakodynamisches Profil erstellt. In einer zweiten Stufe werden die für eine Registrierung notwendigen toxikologischen Daten ermittelt und das präklinische Datenpaket vervollständigt. Die in einer dritten Stufe der Unternehmensentwicklung durchzuführenden Zulassungsstudien sollen in enger Abstimmung mit den Registrierbehörden konzipiert werden. Mit einem Expertengremium aus anerkannten Kardiologen werden Studienprotokolle definiert, welche sicher stellen, dass die Studienergebnisse praxisrelevant sind und den Anforderungen der Registrierungsbehörden für eine Zulassung von Ouabain entsprechen. Für dieses Vorhaben werden derzeit Investoren gesucht, welche sich mit Eigenkapital an der Finanzierung von Cornavita beteiligen.
Auf der Cornavita Webseite (http://www.cornavita.de/) werden weitere Hintergrundinformationen für potentiell interessierte Geldgeber bereitgestellt.
Kontaktadresse:
Dr. Hauke Fürstenwerth
Unterölbach 3A
51381 Leverkusen
Tel.: 02171-73 37 40















