(openPR) Mit dem Konzert in der ausverkauften Oberhausener Arena startete die am 25.6 die Reihe der vier Konzerte, die Leonard Cohen im Rahmen der World Tour 2013 in Deutschland gibt.
Wer – auch angesichts dessen, dass Mr. Cohen mittlerweile 78 Lenze zählt – mit einem eher kurzen Abend gerechnet hat, durfte sich um kurz vor Mitternacht darüber freuen, nahezu drei Stunden lang gut und hochkarätig unterhalten worden zu sein. Er hielt sein Wort, dass er zu Beginn des Konzertes gab: „ „Man weiß nie, ob man sich wiedersieht, aber ich verspreche, wir geben heute alles“. Und er gab alles – unnötig zu erwähnen, dass die Setlist des Konzertes alle großen Cohen-Nummern umfasste.
Die Bühne strahlte ein wenig „Club-Atmosphäre“ aus, lag doch auf dem Boden ein Perser Teppich, waren doch alle Musiker eher dicht beieinander, und saßen die Saiten-Spieler rechts vom Publikum auf einer Art „plüschiger Sessel“.
Leonard Cohen zeigte sich gewohnt poetisch mit der einen oder anderen witzigen Note. Ein Gentleman und Kosmopolit, der einen respektvollen und dankbaren Umgang mit seinem Publikum und seinen Musikern bewies. Musikern, die nicht zu Mitgliedern einer Begleitband „degradiert“ wurden sondern Freiräume für eigene Stilistiken und Soli hatten, was der ganzen Musik die Fülle gab.
So schart er Ausnahmekünstler verschiedener Nationen in seiner neunköpfigen Band um sich, wie etwa den spanischen Gitarristen Javier Mas oder den moldawischen Violinisten Alexandru Bublitchi, nicht zu vergessen den Weltklasse-Bassisten Roscoe Beck, der auch als musikalischer Direktor fungierte. Und diese Ausnahmekünstler geben den Songs neue „Sprachen“ und Klänge – so gab es klassische Jazz-Einflüsse ebenso wie Country, Chanson und Blues-Linien.
Und auch seine Sängerinnen gab er solistischen Raum – Sharon Robinson, die auch einige Cohen Alben mitgeschrieben und produziert hatte sorget mit „Alexandra leaving“ für einen besonderen Moment der Stille und Gänsehaut Effekt. Charlie und Hattie Webb, die Web Sisters, trugen mit schönster, glockenheller Zweistimmigkeit und sich selbst mit Harfe und Gitarre begleitend, „If it be your will“ vor. Auch dies eine emotionaler Moment.
Nach über Zwei Stunden Spielzeit deutete sich nach 23:00 das Ende des Konzertes an und unter Standing Ovations forderte das Publikum Zugaben. Und es bekam sie – und nicht nur eine. Nach mehr als einer halben Stunde hieß es „Closing Time“ – und damit wirklich das Ende des Abends – den man getrost als großartig und erinnerungswürdig bezeichnen darf.








