(openPR) Die Schlagzeile war so groß, als sei der Krieg ausgebrochen. "Dave steigt aus", verkündete der britische "Daily Mirror" am 26.06.2013, vor wenigen Tagen auf der ganzen Titelseite. Damit war die Trennung von Depeche Mode endgültig besiegelt. Ein rabenschwarzer Tag für Millionen Fans auf der ganzen Welt. Zum endgültigen Bruch kam es scheinbar nach dem Konzert in Berlin. "Heftige interne Streitigkeiten", so berichtete ein Augenzeuge, soll es Backstage gegeben haben. "It´s Over" hat Dave Gahan mehrmals gebrüllt. Knapp Drei Wochen später die Große Schlagzeile. Ein kurzes "It´s True" stummelte Martin Gore in London, beim verlassen eines Restaurants, umzingelt von hunderten Fotografen.
"Dabei war die Trennung eigentlich nur noch eine Formalie: Die drei Köpfe Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher lagen schon seit langem im Clinch, hielten nur noch nach Außen den Anschein einer Gruppe aufrecht" wie Jonathan Kessler, Manager der Band, zitiert wurde. Der "Daily Mirror" zitierte an jenem Tag aus einem an Dave gerichteten Frage-Antwort-Bogen. Gibt es ein neues Album von Depeche Mode? "Nein." Warum nicht? "Persönliche Differenzen, geschäftliche Differenzen, musikalische Differenzen, aber vor allem, weil ich mehr Spaß mit meiner Familie haben will
Zermürbte Band
Damit nannte Gahan alle Probleme, die die Band aus Basildon schon lange zermürbten. Die Zeitungen waren seit Monaten voll mit Spekulationen um das Ende der Band, die bereits in den 70er ihren Ursprung hat. Am 25. September 1981 trat man auch erstmals vor deutschem Publikum auf.
Abscheu gegen Depeche Mode-Wahnisnn
Den Anfang vom Ende machte Andrew Fletcher, der von 2005 an immer frustrierter wurde, weil die Fans der Gruppe in schier geistloser Umnachtung folgten. "Wir hätten vier Wachsfiguren von uns hinstellen können und die Massen wären auch zufrieden gewesen. Depeche Mode hat nichts mehr mit Musik zu tun", sagte er am 23.05.2013 im Interview mit dem Rolling Stone-Magazin.
Das Dilemma mit den Frauen
Fletcher konnte die Massenhysterie und die "kreischende Kuhherde", wie es sein Freund Vince Clarke ausdrückte, nicht mehr ertragen. Er flüchtete in die Drogenwelt, was genauso wie die Frauenproblematik das Fundament von Depeche Mode ins Wanken brachte.
Fletcher wollte bereits 2005 gehen
Im Herbst 2005 ließ Fletcher die Bombe platzen: "Die Band ist Geschichte. Ich steige aus." Da aber erst noch das neue Album "Playing The Angel" vermarktet werden musste, wurde es zur Geheimhaltung verpflichtet. Nach langen Gesprächen, wie Manager Kessler erwähnt, wurde er doch noch umgestimmt weiter zu machen.
Keine Hoffnung auf eine Reunion
Depeche Mode waren aber nicht irgendeine Band. Sie waren eine Ära, ein neues Phänomen und ein Lebensgefühl. "Die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der 3 Mitglieder ist zu 100 Prozent ausgeschlossen", so Gahan, "Die geplanten Veranstaltungen werden wir einhalten, dass sind wir unseren Fans schuldig" schlussfolgerte Gahan.
Somit ist Depeche Mode auch noch in Deutschland Live zu erleben, dass letzte mal am 12. Februar 2014 in Dresden in der Messehalle. Verabschieden wird sich Depeche Mode in Lodz, Polen, am 24. Februar, zum aller letzten Konzert von Depeche Mode.











