(openPR) Am 1.1. wissen, was am 31.12. reinkommt. Statt auf Projekte zu hoffen und sich der unsicheren Konjunktur auszusetzen, können Systemhäuser mit langfristigen Service-Verträgen Umsätze und damit ihr Geschäft planbarer gestalten. Ein solcher strategischer Wandel ist schmerzhaft, aber in der Systemhaus-Branche überlebenswichtig. Ralph Friederichs hat die Transformation erfolgreich und gegen viele Widerstände umgesetzt. Kompromisslos, wie sein filmisches Vorbild aus den Jugendjahren.
Als Friederichs zum ersten Mal Arnold Schwarzenegger als Terminator auf dem Bildschirm begegnete, war er wie viele begeisterte Science-Fiktion-Fans vom Kampf düster-brutaler Maschinen gegen die Reste der menschlichen Spezies höchst angetan. Der heute 38-Jährige Geschäftsführer hat sein Kölner Systemhaus später nicht zufällig Cyberdyne [1] getauft. Die Firma stand in den Kultfilmen Pate für die künstlichen Intelligenz-Maschinerien und hat den Unternehmergeist des jungen Friederichs in Richtung IT-Branche gelenkt. Sehr zu Missfallen seines Vaters übrigens. Statt BWL fertig zu studieren, verkaufte der damals 18-jährige lieber Hardware, die der Auszubildende für Datentechnik bei Aastra günstig erwerben und mit gehörigem Aufschlag verkaufen konnte. Mit dem Hardwarehandel konnte der Kölsche Jung wie viele andere IT-Händler bis wenige Jahre vor der Jahrtausendwende noch gutes Geld verdienen.
Doch die Zeit des Kistenschiebens, das war Friederichs schon damals klar, ging schneller zu Ende als viele Händler dies vermutet hatten. Er hatte notwenige Veränderungen in seinem jungen Unternehmen früh erkannt. Dass er vom filmischen Überlebenskampf Mensch gegen Maschine sozialisiert wurde, hat ihm durchaus nicht geschadet.
Denn der Wandel vom Kistenschieber über ein Systemhaus der Servicetechniker bis zur heutigen Ausrichtung als Manged Service Provider hat dem Unternehmer Friederichs und seinen Mitarbeitern einiges abverlangt. Kein einziger Angestellter aus der Frühphase des einstigen Kistenschiebers Cyberdyne ist heute beim mittlerweile 25 Mitarbeiter zählenden IT-Dienstleisters aus Köln beschäftigt. Gründer Friederichs hat Logistikern und Produktverkäufern kündigen müssen und im Zuge der Neuausrichtungen auf Dienstleistungen neues Personal mit Beratungs- und Lösungskompetenzen eingestellt. Aber nicht nur das. Aus seiner nunmehr 20-jährigen Erfahrung weiß der Systemhaus-Chef heute, an welchen Stellschrauben er in Richtung erfolgreicher Zukunft noch drehen musste.
Richtigen Tools für den Wandel
Ohne die richtigen Tools für Systemwartung, Technikerauslastung oder Abrechnung klappt der Wandel hin zu langfristigen Einnahmen aus Service-Verträgen nicht. Steuern lässt sich nur, was man messen kann, sagt Friederichs, der als BWL-Abbrecher harte ökonomische Kennzahlen wie Deckungsbeiträge zu schätzen gelernt hat.
Distributoren wie die auf Cloud-Lösungen spezialisierte Acmeo [2] und Hersteller wie Autotask [3], GFI Software [4] oder e-centron [5] haben Friederichs bei der jahrelangen Transformation zu einem Manged Service Provider geholfen. Seine persönliche Lernkurve ist auch Leitlinie für die Mitarbeiter der heutigen Cyberdyne. Auf fachliche Weiterbildung legt Friederichs bei seinen Angestellten genau so viel Wert wie auf die stete Entwicklung sozialer Qualifikationen. Zehn Tage im Jahr müssen sich seine Mitarbeiter zur Weiterbildung verpflichten. Der Chef kommuniziert regelmäßig und offen und kann es sich sogar leisten, nein zu einem Auftrag zu sagen, weil er seine Wunschkunden nun genau definieren kann.
Noch ist Friederichs nicht am Ziel, zu Jahresanfang vollständig die jährlichen Betriebskosten über langfristige Service-Verträge gesichert zu haben. Doch mit einer Quote von 75 Prozent aus über 50 Vertragsverhältnissen über IT-Services ist der Managed Service Provider Cyberdyne auf einem guten Weg. Man muss die Zukunft nicht so schwarz malen wie sie Ralph Friederichs im Terminator noch in guter Erinnerung hat. Doch andere kleine Systemhäuser haben die Transformation vom Kistenschieber zum IT-Dienstleister noch vor sich, wenn ihnen das Zeitalter der Cloud noch Luft zur strategischen Neuorientierung lässt.
Link: http://www.cyberdyne.de
Quelle: http://www.crn.de/software/artikel-99576.html
Author: Martin Fryba








