(openPR) Kameramann Ralf Biebeler vom Ludwigshafener Filmproduktionsunternehmen Pionierfilm GmbH hat das Tagebuch einer Produktion zum Thema Big Wave Surfen veröffentlich. Im Jahr 2009 wurde die Produktion mit Dreharbeiten auf Hawaii gestartet. Vor Ort befand sich ein Kamerateam der Pionierfilm, um Teile einer Dokumentation rund um das Thema Tow-Surfen, oder auch Big Wave Surfen genannt, zu produzieren. Aus dieser Zeit stammt ein Tagebuch rund um die einzelnen Produktionsschritte und den Hindernissen vor Ort. Das Tagebuch erschien vor einigen Jahren im Fachmagazin Videofilmen und ist nun auch online verfügbar. Es handelt von Plänen, die so nicht umgesetzt werden konnten, von Regentagen, unerwünschten Kameramännern und Surfern, bei denen Termine nicht dieselbe Bedeutung haben wie für Filmproduzenten. Ein Auszug aus dem Tagebuch:
Tag 5 - Kameramänner unerwünscht
Heute ging es auf eine andere Insel zu Sebastians Tow-Partner Nelson Armitage Jr....Nelson wohnt auf Kauai, einer Insel im Nordwesten, die ca. eine Flugstunde von Maui entfernt ist. Irgendwie hatte ich das mulmige Gefuhl, dass unser Akkugurtel am Flughafen zu Irritationen fuhren könnte. Und so war es auch. Die Sicherheitsbeamten hielten ihn für einen Sprengstoffgürtel und inspizierten ihn ganz genau. Als sie feststellten, dass man damit lediglich eine Lampe zum Leuchten bringen konnte, ließen sie uns passieren. Wir nahmen nur das nötigste Equipment mit, so dass wir nicht erst noch Gepäck aufgeben mussten. In diesem Fall war der Steadystick aufgrund seiner Größe ideal. Auch das kleine Stativ fur die Canon HV20 war leicht und sicher verstaut. Ein bisschen schwierig war der Mikrofonkorb. Auf die Angel verzichteten wir.
Der Dreh mit Nelson war hervorragend: Die Sonne schien, wir waren am schönsten Strand der Welt und machten perfekte Aufnahmen. Als ich dann loszog, um noch ein paar Aufnahmen am Strand zu machen, wurde ich von Nelson zuruck gehalten. Es ist nicht gern gesehen, wenn man Strände filmt, die noch nicht touristisch uberlaufen sind, denn die Einheimischen wollen nicht, dass die Bekanntheit von noch unberuhrten Plätzen ansteigt. Dass sie einem die Kamera wegnehmen
und kaputt machen, können durchaus sein, sagte Nelson. Ich ließ mein Vorhaben also bleiben. Wir verbrachten den Tag noch am Strand und fuhren dann zum Flughafen, nur um zu verpassen, Honolulu bei Nacht aus dem Flugzeug zu filmen, weil sämtliche Akkus leer waren. Auch sowas kommt vor.
Das gesamte Tagebuch ist zu finden unter:
http://pagewizz.com/filmproduktion-auf-hawaii-tagebuch-der-produktion-ueber-big-wave-surfen/













